Sprockhövel. Die TSG Sprockhövel will den Rückstand auf die sicheren Plätze verkürzen. Gelegenheit dazu besteht am Mittwoch im Nachholspiel gegen die U 23 des 1. FC Köln.

Kölsche Tage für die TSG Sprockhövel. Am Mittwoch wird im heimischen Baumhof um 19.30 Uhr das Nachholspiel gegen die U 23 des 1. FC Köln angepfiffen, und am kommenden Samstag steht für die TSG die Auswärtspartie gegen Viktoria Köln an.

Die TSG sollte zumindest in einem dieser Spiele punkten, wenn es denn mit dem Klassenerhalt etwas werden sollen. Wichtiger aus TSG-Sicht ist sicherlich die Partie gegen die U23 des Kölner Bundesligisten, denn die gehört im Abstiegskampf zu den unmittelbaren Konkurrenten, während Viktoria Köln zu den Meisterschaftskandidaten zählt.

Während es für die TSG zuletzt ja mit zwei Unentschieden und einem Sieg sehr gut lief, setzte es für die U 23 des 1. FC Köln empfindliche Niederlagen. Die Mannschaft von Ex-Profi Stefan Emmerling verlor gegen Rödinghausen (0:3) und Rot-Weiss Essen (2:5) und trennte sich zuvor 0:0 von der U 23 von Fortuna Düsseldorf, die mit drei Punkten Vorsprung auf die TSG (acht Punkte) auf einem Abstiegsplatz steht.

Allerdings produziert die Regionalliga West auch an jedem Spieltag Ergebnisse, mit denen man nun wirklich nicht rechnen kann. Denn dass es die U 23 des 1. FC besser kann, bewies sie Anfang Oktober, als sie das Kölner Derby gegen die Viktoria mit 4:2 gewann.

Aber Sprockhövels Trainer Andrius Balaika zählt die zweiten Mannschaften der Bundesligisten ohnehin nicht zur Konkurrenz im Abstiegskamp. Der Litauer geht davon aus, dass diese U 23-Teams im Zweifelsfall zum Saisonende, wenn es denn wirklich richtig eng werden sollte, stark gemacht werden. Klammert man die zweiten Mannschaften aber aus, dann ist man schon beim SC Verl angekommen, der mit immerhin schon 16 Punkten auf Platz zwölf liegt.

Doch damit beschäftigt sich der TSG-Trainer zurzeit nicht wirklich. „Es ist zuletzt zwar gut gelaufen, doch im Prinzip hat sich die Situation für uns kaum verändert“, sagt Balaika, der seine Mannschaft weiterhin als großen Außenseiter sieht – und das auch im Spiel gegen die U 23 des 1. FC Köln. „Das ist eine junge und spielstarke Mannschaft“, sagt Andrius Balaika. „Auch dieses Spiel wird für uns ganz schwierig.“

Natürlich wollen die Sprockhöveler punkten, nach Möglichkeit auch dreifach. Aber man sollte auch Realist bleiben und anerkennen, dass jeder in der Regionalliga gewonnene Punkt für die TSG ein Erfolg ist. Und Andrius Balaika liegt auch sicherlich richtig, wenn er feststellt: „Man kann ja wohl nicht ernsthaft sagen, dass für uns ein Sieg gegen Köln Pflicht ist.“

Emre Demir muss noch passen

Pflicht also sicherlich nicht, doch möglich scheint ein Dreier angesichts der ansteigenden Formkurve der TSG schon, zumal sich auch die Personalsituation weiter entspannt hat. So hat Tim Dudda, der im Spiel gegen Wuppertal wegen Kniebeschwerden ausgewechselt werden musste, schon wieder trainiert. Adrian Wasilewski, der wegen einer schmerzhaften Rippenprellung hatte pausieren müssen, wurde zuletzt ja schon wieder eingewechselt, und Orhan Dombayci ist inzwischen wieder aus der Türkei zurückgekehrt. Auf der Ausfallliste steht aktuell also nur Emre Demir.

Heiner Wilms

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