SV Hohenlimburg II – TSG Sprockhövel 5:0 (3:0)

Gegen den Tabellenführer zeigt die TSG Sprockhövel eine ihrer schlechtesten Saisonleistungen und geht mit 0:5 gegen den SV Hohenlimburg II unter.

Das knappe 3:4 im Hinspiel, als der heutige Gegner nur als glücklicher Sieger vom Platz ging, nagte noch an den Sprockhövelerinnen und hätte genug Motivation für das Rückspiel geben sollen – eigentlich. Doch schon zu Beginn waren die Gäste völlig überfordert und schauten dem SV, der sofort in die Offensive ging, nur hinterher. Nach nur vier Minuten stand es schon 1:0 für den Tabellenführer und es dauerte ungefähr bis zur zehnten Spielminute, bis man das Gefühl hatte, dass die TSG im Spiel angekommen war.

Nach dem Sturmlauf in der Anfangsphase beruhigte sich die Partie nun etwas und die Sprockhövelerinnen begannen, ebenfalls mitzuspielen. Nach vorne ging zwar auch dann nicht wirklich viel, aber immerhin konnten die meisten Angriffe von Hohenlimburg unterbunden werden. Die Gäste zwangen den SV sogar zu einigen Fehlern, konnten diese jedoch nicht ausnutzen, weil Hohenlimburg viel präsenter auf dem Platz, immer einen Schritt schneller am Ball und insgesamt viel aggressiver war. So blieb ein Schussversuch aus 20 Metern von Neuzugang Michelle Nagel die beste Möglichkeit für den Tabellenzweiten.

In dieser Phase hatten die Gastgeberinnen keine richtigen Chancen, bis durch einen perfekt geschossenen Freistoß das 2:0 in der 43. Spielminute fiel – ein denkbar schlechter Zeitpunkt für den 2. Treffer des Spiels, mit dem Halbzeitpfiff machte der SV auch noch das 3:0 (45.).

Nach einer der Leistung entsprechenden rauen Halbzeitansprache reagierte Trainer Volker Simon und stellte auf 4-4-2 um, mit Sofie Wenz und Michelle Nagel als Doppelspitze.

Der Trainer hatte sich durch die Umstellung mehr Sicherheit im Mittelfeld und eine stärkere Offensive gewünscht, doch seine Idee fruchtete nicht: Die TSG schien weiterhin maßlos überfordert und gedanklich immer zu spät. Damit knüpfte sie nicht nur nahtlos an die 1. Halbzeit, sondern auch an die eher mäßige Vorbereitung an.

Obwohl das Zusammenspiel auf der linken Seite nach der Einwechslung von Helen Wenz besser klappte, strahlten die Sprockhövelerinnen keinerlei Torgefahr aus. Ein Alleingang von Sofie Wenz offensiv der einzige Lichtblick in der 2. Halbzeit für die TSG.

Ganz anders sah die Sache bei den Gastgeberinnen aus: Der Tabellenführer zeigte offensiv, wie es ging und kam zu einigen guten Möglichkeiten, die in der 80. und der 85. Spielminute jeweils zum Erfolg führten und für den 5:0-Endstand sorgten.

Tore Nummer 4 und 5 waren jedoch noch nicht einmal das Schlimmste für die Sprockhövelerinnen: Ohne Fremdeinwirkung verletzte sich Nicola Streicher Mitte der zweiten Halbzeit schwer am Knie. Wir wünschen gute Besserung an dieser Stelle.

Mit dieser auch in der Höhe verdienten Niederlage hat die TSG Sprockhövel nun jede Chance auf den Aufstieg verspielt: Der Vorsprung des SV Hohenlimburg II beträgt bei gleicher Spielanzahl bereits jetzt elf Punkte. Trotzdem verbleiben die Sprockhövelerinnen auf dem 2. Tabellenplatz, den sie am nächsten Sonntag gegen den Tabellenvierten FFC Ennepetal 09 verteidigen wollen. Dies wird allerdings nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung zu schaffen sein. Anstoß ist um 17 Uhr in Ennepetal.

Aufstellung: Jennifer Paulisch, Nicola Streicher (65. Vanessa Neise), Jara Möller, Kathrin Powala, Svenja Zühlke, Katharina Schneider, Amely van den Wildenberg (46. Helen Wenz), Carolin Terhorst, Luisa Herrmann, Sofie Wenz, Michelle Nagel.

Tore: 1:0 (4.), 2:0 (43.), 3:0 (45.), 4:0 (80.), 5:0 (85.)

Carolin Terhorst