TSV Fichte Hagen – TSG Sprockhövel 5:2 (2:1)

Ärgerliche Niederlage gegen den Tabellendritten: Mit gerade einmal elf Leuten und absoluter Notbesetzung unterliegt die TSG Sprockhövel dem TSV Fichte Hagen mit 5:2 und rutscht so auf den vierten Tabellenplatz ab.

Eigentlich wollten die Sprockhövelerinnen den Schwung aus dem letzten Meisterschaftsspiel gegen den FC Herdecke-Ende (9er) in die heutige Partie mitnehmen, doch schon unter der Woche hatte sich abgezeichnet, dass es krankheits- und verletzungsbedingte Engpässe im Kader geben würde. Dem war auch so und so reiste die TSG mit nur elf Leuten zum Auswärtsspiel an.

Durch den Personalmangel gab es dementsprechend einige Umstellungen, vor allem in der Defensive: Amely van den Wildenberg rückte in die Innenverteidigung, Carolin Terhorst wurde zur Außenverteidigerin umfunktioniert. Dies hatte zur Folge, dass sich die neu formierte Abwehr erst einmal einspielen musste und so gab es in der Anfangsviertelstunde einige brenzlige Situationen im Sprockhöveler Strafraum, die jedoch ohne Folge blieben. Bis auf eine: In der 17. Spielminute stand die gegnerische Stürmerin völlig frei, weil die Zuordnung noch nicht hundertprozentig stimmte und brachte die Gastgeberinnen aus abseitsverdächtiger Position mit 1:0 in Führung.

Die Sprockhöveler Antwort kam jedoch postwendend: Die in großen Teilen sehr unsichere Hagener Hintermannschaft konnte einen Ball nicht klären, die Sprockhövelerinnen setzten nach und kamen so durch Winter-Neuzugang Janika Klein zum Ausgleich (21.). Auch danach war die TSG deutlich besser im Spiel und konnte sich einige gute Chancen erarbeiten, die jedoch am eher schwachen Abschluss scheiterten. In der Defensive ließen die Gäste ebenfalls kaum etwas zu, durch einen Sonntagsschuss ging der TSV in der 37. Minute jedoch erneut in Führung.

Direkt nach dem Seitenwechsel zeigten die Sprockhövelerinnen abermals, wie einfach es sein konnte: Sofie Wenz setzte sich auf der linken Seite durch und flankte in die Mitte, wo Helen Wenz nur noch den Fuß zum 2:2 hinzuhalten brauchte (47.).

Die TSG hatte trotz des sehr dezimierten Kaders durchaus Chancen und machte ihre Sache richtig gut, jede lief für jede, die Einstellung stimmte. Auch die Innenverteidigung hatte sich gefunden, aber nach einer knappen Stunde musste Amely van den Wildenberg mit Nasenbeinbruch das Feld verlassen (wir wünschen gute und schnelle Besserung an dieser Stelle) und hinterließ so eine große Lücke in der Sprockhöveler Abwehr. In diesem Chaos erzielten die Gastgeberinnen die erneute Führung (59.).

Die Sprockhövelerinnen waren nun in Unterzahl und das machte sich sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive bemerkbar: Nach vorne ging nicht mehr viel, hinten mussten die Abwehrspielerinnen häufig in höchster Not klären. An einem perfekt geschossenen Hagener Freistoß, der direkt in den Winkel ging, konnten die Sprockhövelerinnen jedoch auch nichts mehr machen: 4:2 in der 73. Minute.

Danach warf die TSG noch einmal alles nach vorne, doch statt eines Sprockhöveler Tores waren es die Gastgeberinnen, die nochmal trafen (89.). Das 5:2 war auch gleichzeitig der Endstand.

Eine sehr ärgerliche Niederlage, denn im Normalzustand hätte die TSG auf einen Fall eine realistische Chance gehabt, sowohl an vergangene Woche, als auch an das Hinspiel gegen den TSV Fichte Hagen, das mit 6:3 gewonnen werden konnte, anzuknüpfen. Am kommenden Sonntag steht die Partie gegen den FC BW Voerde an, bei der die Sprockhövelerinnen hoffentlich wieder auf eine vollständigere Mannschaft zurückgreifen können. Anstoß ist um 17 Uhr in Ennepetal.

Aufstellung: Andrea Pluta, Carolin Terhorst, Amely van den Wildenberg, Angelina Streicher, Svenja Zühlke, Helen Wenz, Karen Grote, Inga Klockmann, Sofie Wenz, Janika Klein, Maria Avanesian

Tore: 1:0 (17.), 1:1 Janika Klein (21.), 2:1 (37.), 2:2 Helen Wenz (47.), 3:2 (59.), 4:2 (73.), 5:2 (89.)

Carolin Terhorst