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TSG verliert unter Flutlicht mit 0:3 gegen Herne

450 Zuschauer sehen im Baumhof lange ein ausgeglichenes Spiel, dann wird es deutlich.

Die Mentalitätsfrage wollte nach der 0:3-Niederlage der TSG Sprockhövel gegen den SC Westfalia Herne niemand stellen. Dennoch gewann am Freitagabend die wohl physisch robustere Mannschaft das Oberliga-Spiel unter Flutlicht. Letztlich ging das Ergebnis in Ordnung, wenngleich sich die beiden Teams trotz ihrer unterschiedlichen Spielveranlagung auf Augenhöhe begegneten. Die TSG hielt gegen die für ihren Kampfgeist bekannte Westfalia körperlich dagegen, Herne dagegen spielte ebenfalls munter mit, obwohl die Gäste nicht unbedingt für ihre filigrane Spielweise bekannt sind.

So sahen die rund 450 Zuschauer in der Baumhof-Arena von Beginn an ein munteres Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten und jeweils den Weg zum gegnerischen Tor suchten. Gerade als es so schien, dass sich beide Mannschaften gut aufeinander eingestellt hatten, geriet die TSG mit 0:1 in Rückstand. Das Gegentor schien die Mannschaft sehr beeindruckt zu haben, plötzlich lief bei den Gastgebern nicht mehr viel und Westfalia Herne hätte noch höher in Führung gehen können.

Nach der Pause zeigten beide Teams wieder das, was sie auszeichnet. Patrick Dytko und seine Mitspieler schienen nach dem Pfostenschuss von Kaan Coskun (63.) ihre technische Stärke auszuspielen und rissen die Partie an sich, trieben die Gäste in deren Hälfte. Doch Herne blieb gefährlich. Und so musste Azmir Alisic in der 81. Minute einen Schuss vom wohl gefährlichsten Westfalia-Spieler, Kai Hatano, in letzter Sekunde zur Ecke klären. Doch nur drei Minuten später klingelte es erneut im TSG-Gehäuse – erneut völlig überraschend. Die Gäste blieben weiter dran und konnten in der Folge noch das 3:0 erzielen.

„Es war das erwartbare Spiel, bei dem filigraner Fußball auf robuste Maloche trifft. Unser Spieler Enes Schick hätte im ersten Durchgang auch eine zweite gelbe Karte sehen können, deshalb habe ich ihn ausgewechselt. Danach hat meine Mannschaft den Faden verloren. Aber wir haben am Ende nicht viel zugelassen und verdient gewonnen“, bilanzierte Hernes Trainer Christian Knappmann.

TSG-Coach Andrius Balaika sah das Spiel so: „Bis zum Gegentreffer war das Spiel auf unserer Seite. Wenn uns ein Treffer gelingt, verläuft das Spiel vielleicht anders. Aber wir haben nicht getroffen. Jetzt müssen wir uns Hernes Spielweise als Vorbild nehmen und uns durch die nächsten Partien beißen.“ e.ö.

TSG: Alisic – Sabah, Mourtala (87. Karaca), Dytko, Sahin, Cosgun (59. Casalino), Karthaus (80. d` Hone), Sindermann, Hauser (91. Gökmen), Antwi-Adjej, Femia

Von Erdinc Özcan-Schulz

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