Die ersten Trainingseinheiten haben die Oberliga-Fußballer der TSG Sprockhövel hinter sich. Und die waren sicherlich schon schweißtreibend, doch die Intensität soll in den nächsten Tagen weiter gesteigert werden.

Weil der Kunstrasen in Niedersprockhövel zurzeit neu hergerichtet wird, wurde bisher auf der Anlage in Welper trainiert. Jeweils zwei Stunden lang waren die Einheiten am Samstag und Sonntag, in den nächsten Tagen werden dann noch ein paar Minütchen oben drauf kommen. Zwar haben die Spieler auch schon den Ball gesehen, in erster Linie hatten sie aber ein paar stramme Läufe zu absolvieren. Trainer Andrius Balaika bietet zwar auch immer wieder Spielformen an, doch das konditionelle Rüstzeug sollen sich seine Jungs anders holen. „Wenn man clever ist, dann kann man sich bei den Spielformen ja auch ein bisschen verstecken, also mit angezogener Handbremse trainieren“, sagt Balaika. „Bei den Läufen geht das natürlich nicht, da fällt man sofort auf, wenn man nicht richtig mitzieht.“

Doch Sorgen in dieser Hinsicht macht sich Sprockhövels Trainer nicht. Seine Spieler wissen, worauf es ankommt. Diejenigen, die schon länger dabei sind, haben registriert, dass sie in den vergangenen Jahren auch enorm von ihrer Fitness profitiert haben. Und diejenigen, die neu dabei sind, haben diese Einstellung schnell verinnerlicht. Inzwischen sind alle Spieler ins Training eingestiegen. Emre Demir absolvierte am Sonntag die erste Einheit, bei der Simon Bukowski allerdings noch fehlte. „Simon hat diese Einheit aber noch nachgeholt“, sagt Andrius Balaika.

Gefehlt hat indes Raoul Meister, und der langjährige Kapitän wird auch nicht in den kommenden Tagen einsteigen. „Wir haben jetzt miteinander gesprochen. Raoul hat mir gesagt, dass er immer noch Schmerzen im Hüftbereich hat, er wird also die Vorbereitung in der zweiten Mannschaft mitmachen. Im Notfall wird er uns aber mit Sicherheit helfen“, verrät Andrius Balaika.

Raoul Meister spielt in der Reserve

Weil Raoul Meister jetzt also zu den Abgängen gehört, will die TSG in personeller Hinsicht noch einmal nachlegen. Zwei Innenverteidiger – ein junger und ein erfahrener – sollen noch kommen. Danach wird dann aber nichts mehr passieren, dann ist der Kader komplett.

Ihr erstes Testspiel bestreiten die Sprockhöveler am 5. Juli auf eigenem Platz gegen den Kirchhörder SC, bei dem der ehemalige TSG-Trainer Lothar Huber in der Verantwortung steht. Am 15. und 16. Juli richtet die TSG dann vor heimischer Kulisse ein Turnier aus, doch schon zuvor wird es ein Gastspiel bei Hedefspor Hattingen geben. Hedefspor will nämlich am Donnerstag, 13. Juli, in Winz-Baak den neuen Kunstrasenplatz einweihen. „Hedefspor ist an uns herangetreten, und weil unser Verhältnis zu Hedefspor sehr gut ist, haben wir gerne zugesagt“, sagt Andrius Balaika.

Wegen der Arbeiten auf dem Platz an der Munscheidstraße hat Hedefspor in der Rückrunde der vergangenen Saison die Heimspiele in Niedersprockhövel in der German-Flavours-Travel-Arena ausgetragen. So hat man sich dann auch ein bisschen besser kennengelernt. Außerdem hat sich Orhan Terzi, der bei Hedefspor schon in vielen Funktionen tätig war, um die Beziehung zur TSG Sprockhövel verdient gemach. Terzi, der in der 1990er Jahren unter seinem Künstlernamen DJ Quicksilver der meistgebuchte DJ der Welt war, hat bei der Abschlussfeier der TSG Sprockhövel aufgelegt. „Wir haben ihn einfach einmal gefragt, und dass er es dann wirklich gemacht hat, war eine Riesensache“, blickt Andrius Balaika auf einen stimmungsvollen Abend zurück.

Heiner Wilms

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