Die Wirkungsstätte des Fußball-Regionalligisten TSG Sprockhövel heißt seit dem 1. Oktober nicht mehr Baumhofstadion, sondern GermanFlavours Travel Arena. Dies gab die TSG auf einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag bekannt. Die Partnerschaft mit dem neuen Sponsor läuft über fünf Jahre.

Der neue Namensgeber des Stadions will vor allem für die neu-gegründete Reisemarke des Unternehmen werben. Da der hinzugewonnene Partner der TSG vor allem aber E-Zigaretten herstellt und verkauft, gab es im Vorfeld dazu einige Bedenken. Diese wurden aber nun aus dem Weg geräumt.

„Unser Hauptanliegen ist es den Sport in Sprockkhövel zu unterstützen“, sagte GermanFlavours-Vertreter Daniel Hertz. „ Mit diesem Engagement wollen nicht unsere E-Zigaretten anpreisen, sondern unsere Travel-Sparte nach vorne bringen. Das ist eine Marke der GermanFlavour-Gruppe. Und nur die Travel-Sparte tritt als Sponsor auf“, ergänzte Jürgen Rurainsky, Vertreter der Reise-Sparte des Unternehmens.

Von Resignation keine Spur

Das Sponsoring ist nicht an den Klassenerhalt der TSG in der Regionalliga gekoppelt. „In welcher Liga die TSG Sprockhövel spielt, spielt für uns nicht die größte Rolle. Auch wenn die Regionalliga schon eine tolle Liga ist“, so Jürgen Rurainsky. „Diese Partnerschaft tut uns wirklich sehr gut. Es ist eine Erleichterung nun mit drei größeren Sponsoren langfristig planen zu können“, kommentierte TSG-Kassierer Jürgen Meister.

Sportlich sieht es ja momentan so aus, als würden die Sprockhöveler nach nur einem Jahr Regionalliga wieder absteigen. Nach gut einem Drittel der Spielzeit hat die junge Mannschaft von Trainer Andrius Balaika gerade einmal drei Punkte eingesammelt und noch keinen einzigen Sieg erringen können. Der letzte Tabellenplatz ist da die logische Konsequenz.

Von Resignation fehlt aber jegliche Spur. „Natürlich ist die Situation für uns derzeit unbefriedigend“, sagte TSG-Coach Andrius Balaika auf der Pressekonferenz. „Es gab aber auch schon ein paar Höhepunkte für uns, wie der Punktgewinn in Aachen. In den vergangenen Wochen zeigt unsere Formkurve nach oben und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns für unsere Leistungen bald auch belohnen werden.“ Ein wichtiger Faktor sei vor allem die defensive Stabilität, die nach dem Ausfall von Kapitän und Schlüsselfigur Raoul Meister abhanden ging. „Mit einer richtig guten Leistung können wir nicht nur die schwächeren Teams der Liga schlagen, sondern auch gegen die favorisierten Teams Punkte holen“, erklärte Balaika.

Anbau geplant

Neben der Bekanntgabe des neuen Stadionnamens und dem sportlichen Fazit nach den ersten zehn Saisonspielen, stellte die TSG in der Pressekonferenz noch einen Plan zum Ausbau des Vereinsheims vor. Über dem TSG-Sportlertreff plant der Verein einen weiteren Raum mit Terrasse, der als VIP-Lounge während der Spiele der ersten Mannschaft genutzt werden soll und ansonsten auch für die Jugendmannschaften als Besprechungsraum dienen soll.

Julian Resch

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