Im ersten Regionalliga-Spiel der Vereinsgeschichte empfing die TSG Sprockhövel den SV Rödinghausen. Am Ende trennten sich die Teams torlos voneinander.

Die 700 Zuschauer im Stadion im Baumhof sahen dabei ein Spiel auf Augenhöhe, das mit zunehmender Spieldauer an Tempo verlor und deshalb letztendlich verdientermaßen ohne Sieger blieb.

Nach einer von den Gästen aus Rödinghausen, die als Geheimfavorit in die Saison gehen, kontrollierten Anfangsphase, legte der Aufsteiger aus der Oberliga Westfalen die anfängliche Nervosität ab und stellte die Mannschaft von Trainer Alfred Nijhuis vor einige Probleme. Trotzdem hatte Rödinghausen gute Chacnen in Führung zu gehen, doch Tobias Steffen vergab gleich mehrfach (7., 26.). Nach einer halben Stunde wurde es dann das Spiel der beiden Linksaußen. Sowohl Marius Bülter auf Seite der Gäste, als auch Christopher Antwi-Adjej bei den Sprockhövlern waren die Aktivposten und waren an beinahe allen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Jedoch führte keine davon zu einem Tor, sodass die Hausherren nach dem Spiel den ersten Punkt in ihrem ersten Regionalligaauftritt bejubeln durften.

Andrius Balaika, der die TSG im letzten Jahr auf Anhieb zum Aufstieg geführt hatte, war komplett zufrieden: „Wir haben uns lange überlegt wie wir unser erstes Regionalligaspiel angehen und haben uns dazu entschieden an unserer Spielweise nichts zu ändern. Wir hatten nichts zu verlieren. Am Ende kann ich nur zufrieden sein. Wir waren kampf- und laufstark und haben eine klasse Einstellung an den Tag gelegt. Der Punkt ist mehr als verdient und wir hatten drei bis vier klare Torgelegenheiten. So wie die Mannschaft aufgetreten ist, macht das Lust auf mehr.“

Sein Gegenüber Alfred Nijhuis, für den es ebenfalls das erste Spiel als Regionalligatrainer war, hatte sich mehr erhofft, war am Ende aber auch durchaus zufrieden: „Ich habe viele Spiele in den letzten Jahren gesehen, jetzt saß ich zum ersten Mal selber auf der Bank. Wir haben uns gut vorbereitet und zwei Tage auf Kunstrasen trainiert. Am Ende hat Sprockhövel gefeiert. Sie haben uns unglaublich gut Paroli geboten und wir haben einfach das Tor nicht getroffen und so müssen wir mit dem Punkt glücklich sein, denn wir hätten auch verlieren können. Die Chancenverwertung hätte besser sein müssen. So ist es ein gerechtes Unentschieden.“

Lukas Hornscheidt

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