Fußball-Regionalligist TSG Sprockhövel hat am zweiten Spieltag eine heftige Klatsche einstecken müssen: Bei RW Ahlen verlor der Aufsteiger 0:5. Trotzdem gab es ein dickes Lob vom Gegnertrainer.

Das tat richtig weh: Die TSG Sprockhövel hat die erste Niederlage ihrer noch kurzen Regionalliga-Historie eingesteckt, die aber war gleich ziemlich heftig. 5:0 hieß es nach 90 Minuten im Wersestadion bei Rot-Weiß Ahlen. Das Team von Mircea Onisemiuc verteidigte dadurch die Tabellenführung.

Obwohl die TSG mit großen Personalsorgen nach Ahlen reiste und Gastgeber RW als Tabellenführer ins Spiel ging, war zunächst die TSG die bessere Mannschaft. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Emre Demir Adrian Wasilewski steil in den Strafraum schickte, der den Ball aber knapp verpasste. Sprockhövel attackierte Ahlen früh, oft mussten sich die Rot-Weißen mit Kurzpässen aus dem eigenen Strafraum befreien, an der Mittellinie hatte die TSG den Ball schon meist zurückerobert. Nur die Torgefahr fehlte.

Ahlen kam zunächst kaum in die gegnerische Hälfte, traf aber direkt mit dem ersten Schuss: Finn Heiserholt wusste Max Machtemes nach einem Steilpass nur noch mit einem Foul zu stoppen. Gelb und Freistoß war die richtige Entscheidung des Unparteiischen – Cihan Yilmaz zirkelte den Ball aus knapp 20 Metern unhaltbar in den Winkel.

Ahlen zu abgeklärt für Sprockhövel

Die TSG attackierte wild, presste die Ahlener Abwehrkette oft schon im eigenen Strafraum an. Die Rot-Weißen hielten abgeklärt dagegen, konnten sich meist fußballerisch befreien und spielten auch sonst ziemlich clever: Phasenweise überließen sie der TSG viel Ballbesitz im Spielaufbau und zogen sich zurück. Die Blauen wussten damit meist aber wenig anzufangen und boten stattdessen Raum für Konter. Nach einem Gegenstoß über links verpasste Jan Klauke zunächst das 2:0, Machtemes brachte den Ball aber nochmals in den Sechzehner, wo Yilmaz ganz frei stand und sein zweites Tor machte. Ganz bitter für die TSG.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich Sprockhövel etwas vorgenommen und Jimmy Antwi-Adjej hätte nach 50 Minuten aus spitzem Winkel fast den Anschluss erzielt, er scheiterte aber am Torwart. Ahlen spielte weiter abgeklärt und konterte clever: Der eingewechselte Ex-Sprockhöveler Emre Yesilova tauchte nach einer knappen Stunde frei vor TSG-Keeper Benz und legte zurück auf Gianluca Marzulla, der das 3:0 erzielte. Sprockhövel war zwar bemüht, strahlte aber überhaupt keine Torgefahr aus. Anders RWA: Mehrmals ließ sich die TSG-Abwehr in der Schlussphase von langen Bällen düpieren, zwei solcher Angriffe nutzen Yesilova und Kallenbach, auf 5:0 zu erhöhen.

Ahlen-Trainer lobt die TSG

TSG-Coach Balaika war nachher geknickt: „Wir wollten selbstbewusst auftreten und den Gegner schon im Aufbauspiel stören. Das ist uns aber nur 20 Minuten lang gelungen. Am Ende haben wir es Ahlen leicht gemacht. Das ist ein bitterer Tag für uns, aber das haut uns nicht um.“ Aufmunterung gab es vom Trainerkollegen Mircea Onisemiuc. Der Ex-Essener war sichtlich beeindruckt von der Herangehensweise des jungen TSG-Teams und sagte in Richtung Balaika: „Ihr war richtig bissig und extrem motiviert. Wie ihr in den ersten 30 Minuten Pressing gespielt habt und die Räume zugestellt, das macht ihr sehr gut. Hochachtung, wenn das über 90 Minuten klappt. Ich hoffe ihr schafft das – es gefällt mir, was bei euch passiert.“

So haben sie gespielt:

RWA: Mellwig – Heermann, Kljajic, Witt, Yilmaz (61. Özbek), Machtemes, Akyere (46. Yesilova), Marzullo (70. Klingenburg), Kallenbach, Klauke, Waldoch.

TSG: Benz – Oberdorf, März, Antwi-Adjej, Dudda, Bukowski (61. Claus), Demir, Gremme (82. Dombacyi), Heiserholt, Mvondo, Wasilewski.

Heftige Niederlage für Sprockhövel | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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Ahlen fegt auch Sprockhövel weg

Ahlen (bemi) – Wahnsinn! RW Ahlen hat auch das zweite Duell in der Regionalliga gewonnen. Und wie. Das Team von Mircea Onisemiuc fegte Aufsteiger Sprockhövel mit 5:0 aus dem Stadion. „Und das ist kein Zufall“, sagte Ahlens Doppeltorschütze Cihan Yilmaz.
Der 33-Jährige blühte vor allem in Abschnitt eins so richtig auf und brachte die Gastgeber nach einem Freistoß in den Winkel in Führung (14.). Sein zweiter Treffer war ebenfalls sehenswert: Flanke vom starken Max Machtemes, Seitfallzieher Yilmaz, Tor!

„Sprockhövel hat das die erste halbe Stunde wirklich gut gemacht“, lobte Onisemiuc die Gäste, die nach Yilmaz´ Doppelpack aber nicht mehr so aggressiv dagegenhielten wie zuvor. Und so spielte Ahlen das, was es kann: Kurzpassspiel im Aufbau, koste es , was es wolle. Und ab und zu extreme Tempoverschärfungen, mit denen der Neuling überhaupt nicht zurecht kam.

Yesilova mit perfektem Einstand

Beim 3:0 legte der eingewechselte Emre Yesilova quer auf Gianluca Marzullo (57.). Das 4:0 machte Yesilova höchstpersönlich (85.). Den Schlusspunkt eines Fußballfestes, das nur 946 Zuschauer sahen, setzte der muntere Spielmacher Tim Kallenbach.

„Ich freue mich schon jetzt auf Wiedenbrück“, sagte Yilmaz mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Das nächste Duell am Dienstag kann kommen!

 

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RW Ahlen legt Heimsieg gegen TSG Sprockhövel nach

Ahlen –
Was für ein Wahnsinn. Nach dem 4:0-Auftakterfolg in Oberhausen hat Rot-Weiß Ahlen gleich mal einen Kantersieg gegen die TSG Sprockhövel nachgelegt. Ein Spieler traf dabei gleich doppelt.

Rot-Weiß Ahlen hat seinen glänzenden Saisonstart mit einem Heimsieg vergoldet. Nach dem 4:0-Triumph zum Auftakt in Oberhausen gewann die Mannschaft von Mircea Onisemiuc auch den ersten Auftritt vor eigenem Publikum gegen die TSG Sprockhövel mit 5:0.

Vor 946 Zuschauern im Wersestadion war es Cihan Yilmaz, der die Ahlener nach nur 14 Minuten per direkt verwandeltem Freistoß von der Strafraumkante mit 1:0 in Führung brachte. Zuvor war Max Machtemes von Finn Heiserholt unmittelbar vor dem Sechzehner gefoult worden. Den fälligen Freistoß zirkelte Yilmaz gekonnt ins linke Eck. TSG-Torwart Robin Benz war machtlos.

In der Folge behielten die Rot-Weißen die Kontrolle. In der 36. Minute erhöhte erneut Yilmaz auf 2:0. Nach einem Vorstoß von Aldin Kljajic über die linke Seite verpassten zunächst Gianluca Marzullo und Tim Kallenbach dessen Hereingabe. Max Machtemes schaltete aber blitzschnell, brachte die Kugel umgehend wieder in die Gefahrenzone, wo Cihan Yilmaz sie per Seitfallzieher ins Netz verfrachtete. Auch im zweiten Durchgang blieben die Hausherren am Drücker. Sprockhövel kam kaum zur Entfaltung. Der erst am Donnerstag verpflichtete und eingewechselte Emre Yesilova fügte sich gleich gut ein und verbuchte nach 57 Minuten seinen ersten Scorerpunkt. Über die rechte Seite servierte er das Spielgerät für Gianluca Marzullo, der es zum 3:0 einschob.

Damit war der Aufsteiger endgültig ausgeknockt. Die Rot-Weißen verteidigten ihren Vorsprung nun souverän. Glück hatte Sprockhövel in der Folge noch, dass Verteidiger Cedrik Mvondo für ein Foul als letzter Mann am eingewechselten René Klingenburg nicht die Rote Karte sah.

In der 85. Minute legte Emre Yesilova nach einem Steilpass das 4:0 nach. Drei Minuten später setzte Tim Kallenbach mit dem 5:0 noch einen oben drauf. Daabei blieb es am Ende gegen harmlose Gäste. RWA grüßt weiterhin von der Tabellenspitze. Bereits am Dienstag folgt das Auswärtsspiel beim SC Wiedenbrück.

Von Cedric Gebhardt

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