Man müsse das Glück erzwingen, sagte Andrius Balaika in der vergangenen Woche nach dem zahnlosen Auftritt gegen Wattenscheid. Klang nach Durchhalteparole, aber: Genau das hat die TSG am Samstag getan – auch wenn die Gastgeber am Ende doch als Sieger vom Platz gingen.

Zwei Beispiele: Der indirekte Freistoß in Hälfte eins kam nur zustande, weil Tim Dudda Verteidiger Nakowitsch und Torwart Udegbe so unter Druck setzte, dass Letzterer schließlich den Rückpass mit der Hand spielte. Das elfmeterreife Handspiel (das nicht bestraft wurde) entstand aus einer Szene, als Rechtsverteidiger Tim Oberdorf einen eigentlich zu langen Diagonalball auf der Grundlinie rettete und dann in den Strafraum passte.

Sprockhövel steht zwar ohne Punkte da, aber diese Niederlage könnte für den Kopf wertvoller sein als ein ermauertes 0:0. Jeder konnte sehen (und auf dem Platz fühlen): Die Blauen sind konkurrenzfähig. Sie sind körperlich auf allerhöchstem Regionalliga-Niveau und können auch fußballerisch überzeugen. Und zwar mit dem aggressiven, fast übermütigen Spielstil, der sie dort hingebracht hat, wo sie jetzt sind: in der Regionalliga. Bei RWO hat die TSG nachdrücklich bewiesen, dass sie dort hingehört. Ruft die Mannschaft konstant diese Leistung ab, werden Punkte folgen. Ruft die Mannschaft konstant diese Leistung ab, dann gibt es eine Chance, dass Sprockhövel länger als ein Jahr in der Regionalliga spielt.

Philipp Ziser

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