Die TSG hat es nicht geschafft, die drei Punkte aus dem gewonnenen Spiel gegen die U 23 von Schalke 04 zu vergolden. Am Samstag setzte es gegen die U 21 des 1. FC Köln nach einem beherzten Sprockhöveler Auftritt eine 0:3-Niederlage.

0:3 – TSG Sprockhövel in Köln unter Wert geschlagen

Gut waren die Bedingungen im Franz-Kremer-Stadion, dessen Name an den ersten Präsidenten des 1. FC Köln und Mitbegründer der Fußball-Bundesliga erinnert. Der Rasen auf dem Platz direkt gegenüber des Geißbockheims war in einem optimalen Zustand. Obwohl es in den vergangenen Tagen ja reichlich geregnet hatte, wurde das Grün vor dem Anpfiff noch einmal gewässert. Optimale Voraussetzungen also für ein gutes Fußballspiel.

Sprockhövel zunächst defensiv ausgerichtet

Die Sprockhöveler gingen die Partie dann auch sehr engagiert an – mit einer ähnlich defensiven Ausrichtung wie gegen die U23 von Schalke 04, die sie im Spiel zuvor vor heimischer Kulisse mit 1:0 geschlagen hatten. Die TSG zog zwei Ketten auf: Hinten verteidigten bei Kölner Ballbesitz Tim Oberdorf, Adrian Wasilewski, Jan-Niklas Budde, Raoul Meister und Felix Gremme und ein paar Meter davor Emre Demir, Christian März, Orhan Dombayci und Christopher Antwi-Adjej. Noch einmal 20 Meter weiter vorne spulte dann Simon Bukowski seine Kilometer ab.

Die Sprockhöveler machten das zunächst ausgesprochen gut und fanden sogar Gelegenheit zu gelegentlichen Vorstößen. Köln tat sich schwer, aus dem Spiel heraus brachte die junge Mannschaft des FC zunächst nur wenig zustande. Aber es gibt ja noch Standards. Und bei einem solchen passten die Gäste in der 33. Minute nicht richtig auf. Michael Klauß schlug einen Freistoß vors Tor, und in der Mitte kam Marius Laux fast unbedrängt zum Kopfball und erzielte das 1:0.

Damit war durch nur eine Nachlässigkeit der komplette Sprockhöveler Matchplan über den Haufen geworfen worden. Kurz vor der Pause fiel dann nach einer ganz ähnlichen Aktion fast sogar das 2:0. Wieder trat Michael Klauß zum Freistoß an, doch vor dem Tor bekam Stanley Ratifo den Kopf dann nicht richtig an den Ball. Auch ihn hatte die TSG-Abwehr aus den Augen verloren.

Nach der Pause geht die TSG ins Risiko

Nach dem Wechsel dann ein ganz anderes Bild. Sprockhövel wurde offensiver, Sprockhövel wurde mutiger und hatte durch einen Distanzschuss von Adrian Wasilewski auch die erste Chance (53.). Die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika kämpfte. Nach verlorenen Bällen wurde sofort nachgesetzt, die Kölner wirkten beeindruckt. FC-Trainer Patrick Helmes wurde an der Linie schon ein bisschen unruhig und versuchte, seiner Mannschaft durch neue Anweisungen Hilfestellung zu geben. Die Kölner wussten sich zwischenzeitlich nur noch mit Befreiungsschlägen zu helfen. Die TSG war am Drücker, die TSG war drauf und dran, den Ausgleich zu erzwingen.

Doch mutiges Offensivspiel birgt natürlich auch gewisse Risiken. Man kann sich leicht einen Konter einfangen. Und so geschah es dann auch. Die Kölner kamen nach einem lange Ball nach vorne, brachten die Kugel vors Tor, wo TSG-Kapitän Raoul Meister noch retten wollte, was letztlich nicht mehr zu retten war. Am langen Pfosten lauerte Roman Prokoph und erzielte das 2:0. „Gott sei Dank“, entfuhr es auf der Tribüne einem Kölner Fan, der schon um seinen FC gebangt hatte. Dass Köln später sogar noch erhöhte, war dann aus TSG-Sicht nicht mehr so richtig interessant.

Schade. Die TSG hat gut gespielt und in der zweiten Halbzeit sehr mutig agiert. Doch dafür haben sich die Sprockhöveler nicht belohnt.

Tore: 1:0 Marius Laux (33.), 2:0 Roman Prokoph (71.), Michael Klauß (81.).

FC U21: Hamrol, Risa, Siemann, Perrey, Hildebrandt, Prokoph (76. Ban), Laux, Surek, Klauß (83. Zengin), Ratifo, Kovacic (69. Baum).

TSG: Benz, Oberdorf, Budde, Meister, Gremme, Wasilewski (81. Ciccarelli), Dombayci, Demir, Antwi-Adjej, März (76. Cin), Bukowski (71. Murai).

Schiedsrichter: Sven Heinrichs.

Zuschauer: 300.

Übrigens: Am kommenden Mittwoch steht für die TSG im Hagener Ischelandstadion das Nachholspiel gegen Alemannia Aachen an. Anpfiff ist um 19 Uhr. Die TSG setzt zu diesem Spiel einen Fan-Bus ein. Der startet um 18 Uhr am Baumhof-Stadion. Kosten: 12 Euro, inklusive Eintritt.

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