Weil die TSG Sprockhövel in Düsseldorf lange Zeit zu passiv war, setzte es am Ende eine verdiente Niederlage gegen die Fortuna.

Die TSG Sprockhövel hat ihr vorletztes Spiel in der Regionalliga gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf mit 1:2 verloren – nach ganz schwacher erster Halbzeit und einem beherzten, aber letztlich erfolglosen Schlussspurt.

Für die Düsseldorfer, die damit die Klasse gesichert haben, war es im Paul Janes Stadion das letzte Heimspiel der Saison 2016/2017. Der Name des Stadions erinnert übrigens an eine der Fortunen-Legenden. Paul Janes war von 1941 bis 1970 deutscher Rekordnationalspieler. 71 Länderspiele bestritt der Abwehrspieler – allerdings zu einer Zeit, als Länderspiele noch nicht in solch inflationärer Zahl stattfanden. 150 Spiele im Trikot der Nationalmannschaft, die bekanntlich Lothar Matthäus vorzuweisen hat, waren damals undenkbar.

Kapitän Raoul Meister nur auf der Bank

Aber zum Spiel: TSG-Kapitän Raoul Meister, der zuletzt gegen Viktoria Köln überraschend von Beginn an dabei war, nahm diesmal auf der Bank Platz. Aber wegen der Verletzungen von Tim Heiserholt und Christopher Antwi-Adjej, die in Düsseldorf auf der Tribüne saßen, musste TSG-Trainer Andrius Balaika seine Startelf ohnehin umstellen. Aber das kennt der Litauer ja schon, das war in den vergangenen Wochen nicht anders.

Sprockhövel geht sehr verhalten ins Spiel

An der taktischen Ausrichtung änderten diese Umstellungen indes wenig. Den Düsseldorfer Angriffen begegneten die Sprockhöveler mit einer 5-3-2-Formation – zunächst mit Tim Dudda und Simon Bukowski in vorderster Linie.

Die TSG begann also eher abwartend und geriet erstmals in der neunten Minute in Schwierigkeiten. Doch nach einem Freistoß von Marlon Ritter glänzte TSG-Torwart Sven Möllerke mit einer sehenswerten Flugeinlage. Richtig kritisch wurde es dann aber nach einem kapitalen Bock von Cedric Mwondo, doch wieder war Möllerke zur Stelle (15.).

Defensive der TSG nicht sattelfest

Sprockhövels Defensive wirkte also nicht unbedingt sattelfest – die Düsseldorfer allerdings auch nicht. Und so hatten auch die Gäste einige Möglichkeiten, die allerdings eher in die Kategorie „Halbchancen“ fielen. Immerhin aber kamen Christian März und Emre Demir zu Abschlüssen.

Auf der anderen Seite gab es dagegen Möglichkeiten der Marke Hochkaräter. Marlon Ritter und Shunya Hashimoto verpassten zwar noch, doch in der 39. Minute ging die Fortuna in Führung. Nach einem Pass durch das Sprockhöveler Abwehrzentrum besorgte Arianit Ferati das 1:0.

Düsseldorfer Führung zur Halbzeit verdient

Und darüber, dass diese Führung zur Halbzeit verdient war, konnte es eigentlich keine zwei Meinungen geben

Und es wurde aus TSG-Sicht zunächst nicht besser. Kurz nach Wiederanpfiff war die Abwehr schon wieder überspielt, und Düsseldorfs Kianz Froese hatte das 2:0 auf dem Fuß. Doch wieder verhinderte Sven Möllerke Schlimmeres.

Die TSG wurde dann aber endlich aktiver und versuchte, mit frühem Pressing den Düsseldorfern die Bälle abzujagen. Doch das bringt ja alles nichts, wenn die Abwehr patzt. In der 64. Minute war es nämlich erneut passiert. Wieder ein Pass durchs Zentrum, der dann Kianz Froese erreichte. Und der, ganz frei, überwand Sven Möllerke mit einem Schuss ins lange Eck.

Riesenchance zum Ausgleich durch Tim Dudda

Doch Sprockhövel bäumte sich noch einmal auf, und nach dem 1:2 durch Adrian Wasilewski keimte wieder Hoffnung auf. Und es gab sie dann auch noch, diese riesige Chance zum Ausgleich. Doch den Schuss von Tim Dudda entschärfte Düsseldorf Torwart Tim Wiesner mit einer Riesenparade. (78.).

Sprockhövel hat in der Regionalliga schon einige Spiele trotz sehr guter Leistungen verloren, weil am Ende Glück und Cleverness fehlten. Der Auftritt in Düsseldorf fiel nicht in diese Kategorie. In diesem Spiel ist Sprockhövel viel zu lange viel zu passiv geblieben.

Tore: 1:0 Arianit Ferati (39.), 2:0 Kianz Froese (64.), 2:1 Adrian Wasilewski (68.).

Fortuna U23: Wiesner, Lippold, Lucoqui, Weiler, Zündorf, Duman (90. Montag), Ferati, Lohmar (72. Naciri), Hashimoto (78. Berauer), Ritter, Froese.

TSG: Möllerke, Oberdorf, Budde, Mwondo, Gremme, Dombayci (67. Polk), Wasilewski, Demir, März , Dudda, Bukowski (60. Budak).

Schiedsrichter: Max Krämer.

Zuschauer: 260

 

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