Im Spitzenspiel des heutigen Tages musste die TSG Sprockhövel ihre erste Saisonniederlage hinnehmen: Der FSV Gevelsberg setzte sich klar und verdient mit 4:0 durch.

Nachdem der FSV den SV Hohenlimburg II am vorherigen Spieltag mit 2:1 besiegt und sich damit an die Tabellenspitze vorgeschoben hatte, war allen Beteiligten die Bedeutung dieses Spiels klar. Beide Teams hatten vor dieser Partie noch kein Mal verloren – und das sollte auch so bleiben. Die Voraussetzungen für die TSG waren allerdings nicht die besten, da sich zu einigen Urlauberinnen auch noch eine lange Verletztenliste gesellte, weshalb die Gäste heute mit sehr knapper Besetzung antreten mussten.

Dies war jedoch keine Entschuldigung für die sehr mäßige Leistung, die die TSG ablieferte: Der FSV zeigte gleich zu Anfang, dass er hier heute gewinnen wollte und setzte die TSG unter Druck, die damit offenbar nicht gerechnet hatte. Die Gastgeberinnen störten früh und aggressiv und ließen den Sprockhövelerinnen kaum Platz, um ihr Spiel aufzuziehen. Hinzu kamen jede Menge Fehlpässe im Spielaufbau, die den schnellen Spitzen des FSV in die Karten spielte. So erzielte dieser auch das erste Tor des Spiels – wenn auch aus deutlicher Abseitsposition (11.).

Der vermeintliche Weckruf funktionierte allerdings nicht: Die TSG machte nach dem Tor genauso weiter wie vorher und schaffte es einfach nicht, ihr Spiel aufzubauen, wodurch die Offensive erschreckend schwach blieb. Zwar kamen die Sprockhövelerinnen ein paar Mal in die Nähe des Gevelsberger Tores, doch wirkliche Chancen blieben aus. Der FSV hingegen zeigte alles, was die TSG heute vermissen ließ: Kampfgeist, Aggressivität, Kreativität. So erzielte er auch verdienterweise das 2:0 (19.).

Danach fingen sich die Gäste ein wenig, doch auch weiterhin fiel ihnen nicht viel ein, um noch in die Partie zu finden. Zwar störten sie nun ein bisschen besser, aber der Angriff blieb weiter weitestgehend unbeschäftigt. Zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause erzielte der FSV das 3:0 (44.).

Auch nach dem Seitenwechsel und trotz einiger Umstellungen wurde das Spiel nicht besser. Die TSG tat sich weiterhin schwer und fand auch in den zweiten 45 Minuten nicht in die Partie. Nach dem 4:0 kurz nach der Halbzeitpause (51.) passierte zwar nicht mehr viel, doch zugegebenermaßen machten die Gastgeberinnen auch nicht mehr viel. So endete das Spiel mit einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg für den FSV Gevelsberg.

Für die TSG Sprockhövel ist hinsichtlich des anvisierten Aufstiegs natürlich noch nichts verloren, doch Fakt ist, dass die restliche Saison deutlich schwieriger wird und die Sprockhövelerinnen schnellstmöglich aus ihrem derzeitigen Leistungstief herauskommen sollten. Am Sonntag ist der FFC Ennepetal zu Gast im Baumhof, gegen den die TSG sich schon im Pokal schwer getan hatte. Anstoß ist um 17 Uhr.

Aufstellung: Andrea Pluta, Nicola Streicher, Vanessa Neise, Stefanie Filipczyk, Karen Grote, Sabine Wittenbrink, Angelina Streicher, Katharina Schneider, Ailene Richter, Kathrin Powala, Carolin Terhorst

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (19.), 3:0 (44.), 4:0 (51.)

Carolin Terhorst