Nur Torwart Benz verhinderte für die TSG einen schnellen Rückstand gegen Schalke II. Doch nach der Pause wurde das Balaika-Team immer stärker.

Die TSG Sprockhövel hat den nächsten Meilenstein in der Vereinsgeschichte gesetzt: Am Samstag gelang der erste Regionalliga-Heimsieg beim 1:0 (0:0) gegen Schalke 04. „Ein hochverdienter Sieg“, fand TSG-Trainer Andrius Balaika, „so stelle ich mir den Abstiegskampf vor.“

Sein Gegenüber S04-Trainer Jürgen Luginger fand: „Dieses Spiel dürfen wir eigentlich niemals verlieren. Sprockhövel hat hier eine Chance und macht das Tor. Wir haben gefühlt zehn Möglichkeiten, davon sind wir fünfmal alleine vor dem Torwart.“

Schalke vergibt in Hälfte eins reihenweise Chancen

Denn die Anfangsminuten gehörten klar dem S04: Viel mehr Ballbesitz und auch die besseren Abschlüsse, weil die TSG-Fünferkette sich immer wieder von langen Bällen überspielen ließ. Rogier Krohne schoss erst knapp am langen Eck vorbei (12.). Eine Minute später stand Joseph Boyamba frei, scheiterte aber an Torwart Benz, den Nachschuss setzte René Klingenburg daneben (13.).

Ein weiteres mal konnte Dombayci Krohne noch soeben per Foul stoppen, dann schoss Mauersberger zu unplatziert auf Torwart Benz (21./23.). Sprockhövel dagegen beschränke sich auf schnelle Gegenstöße, die aber nur selten gefährlich wurden.

Sprockhövels Offensive in Hälfte eins fast unsichtbar

Wasilewski hatte einen frühen, aber zu laschen Abschluss (6.), nach einer halben Stunde verzog Antwi-Adjej mit links – eine insgesamt sehr dürftige Leistung der TSG-Offensive bis zur Pause, die sich bei Torwart Benz für das Unentschieden bedanken durfte. Und beim Schiedsrichter, der bei einem Kopfballtor von Krohne unmittelbar vor der Pause auf Abseits entschied – die Schalker Führung wäre verdient gewesen.

Nach der Pause änderte sich das Bild komplett. Die TSG übernahm die Spielkontrolle und war auch vorne jetzt mutiger, ohne allerdings Riesenchancen herauszuspielen.

Benz rettet nochmal, im Gegenzug trifft März

Anders Schalke, die nach 69 Minuten konterten, Benz gewann aber das Eins-gegen-Eins mit Schalkes Joker Mike Brömer. Im Gegenzug spielte Chris März schön mit Dombayci zusammen, der Bukowski bediente – Schalkes Torwart Timon Wellenreuther parierte zwar mit tollem Reflex, März schob den Abstauber aber einfach ins Tor. 1:0 für Sprockhövel.

Schalke drückte verzweifelt, kam aber nicht mehr zu klaren Chancen, auch weil Sprockhövel tapfer kämpfte. Zwei Rettungsaktionen von Benz (83.) und Raoul Meister (89.) später war es geschafft – der erste Heimsieg für die Sprockhöveler, die zwar Schlusslicht bleiben, nach dem Dreier gegen einen direkten Konkurrenten aber wieder etwas Hoffnung schöpfen dürfen.

TSG bleibt Letzter – Balaika: „Noch nichts passiert“

„Es ist noch nichts passiert, wir sind immer noch Letzter“, war auch Trainer Balaika nicht allzu euphorisch. Aber: „Vor uns liegen jetzt machbare Spieler, da müssen wir so weitermachen.“

TSG: Benz – Gremme, Budde, Meister, Wasilewski, Oberdorf – Antwi-Adjej, Demir, Dombayci, März (90.+3 Cin) – Bukowski (80. Murai).

S04: Wellenreuther – Olczyk, Bitter, Uphoff, Pachonik – Mauersberger (75. Plechaty), Dragon, Wagner (75. Faletar) – Klingenburg – Boyamba (63. Brömer), Krohne.

Tor: 1:0 Christian März (70.)

Zuschauer: 500.

 

http://www.waz.de/sport/lokalsport/hattingen-sprockhoevel/maerz-schiesst-sprockhoevel-zum-heimsieg-gegen-schalke-04-id209827793.html