1. Mannschaft

Sprockhövel muss den Schalter schnell wieder umlegen

Nach dem historischen Pokalerfolg gilt die Konzentration jetzt wieder der Meisterschaft. Trainer Balaika glaubt noch an den Klassenerhalt.

Noch eine Woche Zeit hat Fußball-Regionalligist TSG Sprockhövel bis zur Wiederaufnahme des Meisterschaftsprogramms. Die erste Pflichtaufgabe wurde aber schon gelöst, denn die TSG hat das Halbfinale im Wettbewerb um den Westfalenpokal erreicht. WAZ sprach mit Trainer Andrius Balaika.

Im Pokalwettbewerb wird es jetzt ja richtig interessant. Die erste Hauptrunde ist nur noch zwei Siege entfernt. Gönnen Sie sich denn schon einen Blick in die Zukunft?

Nein. Mit den kommenden Aufgaben im Pokal beschäftige ich mich noch nicht. Mir ist aber klar, dass es im Halbfinale mit großer Sicherheit gegen einen Drittligisten geht. Aber mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Wichtig ist jetzt, dass wir uns in den verbleibenden Tagen vernünftig auf das erste Meisterschaftsspiel vorbereiten.

Aber in Sprockhövel ist man sich schon dessen bewusst, dass die erste Hauptrunde nicht mehr weit weg ist und damit womöglich ein Spiel gegen einen Bundesligisten?

Ja klar. Das wissen wir natürlich. Und wir sind uns auch darüber bewusst, dass der vergangene Samstag für die TSG Sprockhövel ein historischer Tag war. Denn so weit sind wir im Pokalwettbewerb noch nie gekommen. Wir standen einmal gegen Siegen im Viertelfinale, haben dann aber unglücklich mit 1:2 verloren. Das Halbfinale ist für den Verein ein Riesending, aber das Halbfinale ist auch noch Zukunft. Jetzt konzen­trieren wir uns zunächst einmal auf die nächsten Aufgaben, also auf die kommenden Spiele in der Meisterschaft.

Wie beurteilen Sie den Leistungsstand Ihrer Mannschaft?

Die Vorbereitung war schwierig und von den Ergebnissen her eher durchwachsen. Aber ich denke schon, dass die Mannschaft fit ist.

Wichtige Spieler mussten zuletzt aber passen oder kamen nur zu Kurzeinsätzen. Zum Beispiel Tim Dudda und Christopher Antwi-Adjej.

Das stimmt. Tim Dudda hat Beschwerden im Knie. Da müssen wir abwarten, was bei der Untersuchung herauskommt. Und Jimmy hatte Beschwerden an der Achillessehne. Er hat zuletzt wieder trainiert, aber für einen Einsatz am Samstag wird es mit Sicherheit noch nicht reichen. Fakt ist aber, dass wir 12, 13 Spieler haben, die über eine vergleichbare Qualität verfügen und die momentan fit sind. Und diesen Spielern schenke ich mein Vertrauen.

In den letzten Vorbereitungsspielen wurde Gastspieler Omar Jasseh auf der linken Außenbahn getestet. Ist er eine Option für die Zukunft?

Er hat einen starken Eindruck hinterlassen, in dieser Saison wird es aber mit der Spielgenehmigung nicht mehr klappen. Vielleicht dann aber in der nächsten.

Das Auftaktprogramm im Jahr 2017 ist nicht leicht. Nach dem Spiel gegen den SC Verl, der ein Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg ist, geht es gegen Alemannia Aachen und die zweiten Mannschaften von Borussia Dortmund und Schalke 04. Zudem hat die TSG elf Punkte Rückstand auf einen sicheren Platz. Glauben Sie noch an den Klassenerhalt?

Wir werden es auf jeden Fall versuchen. So lange wird noch eine Chance haben. Und diese Chance sehe ich auch noch, und deshalb werden wir mit großer Leidenschaft um jeden Punkt kämpfen.

http://www.reviersport.de/346236—sprockhoevel-tsg-glaubt-fest-chance-abstiegskampf.html