Sprockhövel. Mit dem Auswärtsspiel gegen die U23 von Schalke 04 geht für die TSG Sprockhövel die Saison weiter. In personeller Hinsicht deutet sich jetzt Entspannung an.

Für die TSG Sprockhövel steht am sechsten Spieltag der Fußball-Regionalliga der zweite Vergleich mit einer zweiten Mannschaft eines Bundesligisten an. Auf das Spiel gegen die U 23 von Borussia Dortmund folgt jetzt die Partie gegen die U 23 von Schalke 04. Das Spiel wird am Samstag um 14 Uhr im Jahnstadion in Bottrop (Hans-Böckler-Straße 50) angepfiffen.

Mit einer ähnlichen Kulisse wie am vergangenen Wochenende, als mehr als 3 000 Zuschauer zum Spiel gegen den BVB II ins Hagener Ischeland-Stadion kamen, kann aber sicherlich nicht gerechnet werden. Denn Schalkes Profis spielen am Samstag in Frankfurt, zudem gibt es bei der Schalker U 23 nicht so einen starken Fan-Zulauf wie bei der des BVB.

Auch die Ambitionen beider Mannschaften sind nicht miteinander zu vergleichen. Bei den Königsblauen geht es in erster Linie darum, den Klassenerhalt zu schaffen, während die Schwarz-Gelben ein ganz heißer Meisterschaftskandidat sind. Zudem müssen sich die Schalker erst finden. 16 Zugänge hat es vor der Saison gegeben – dem gegenüber steht die gleiche Zahl an Abgängen. Und so peilt Trainer Jürgen Luginger einen Platz im Mittelfeld der Tabelle an, generell hat für ihn aber die Ausbildung der jungen Spieler Vorrang.

Auch Sprockhövels Trainer schätzt BVB und S04 unterschiedlich ein. „Die Dortmunder haben eine absolute Spitzenmannschaft“, sagt Andrius Balaika. „Ich denke, dass die Schalker nicht ganz so stark sind. Allerdings ist auch klar, dass es in solchen Vereinen keine schlechten Fußballer gibt, da sind alle hervorragend ausgebildet. Und es kann ja auch immer sein, dass ein Spieler aus dem Profi-Kader herunter kommt. Zweite Mannschaften sind wie Wundertüten. Man weiß nie, was da rauskommt.“

Die Sprockhöveler sind auch in diesem Spiel Außenseiter. So chancenlos wie gegen den BVB sind sie aber wohl nicht. Und so möchte Andrius Balaika aus Bottrop auch etwas mitnehmen, im Spiel gegen Dortmund ging es zuletzt in der zweiten Halbzeit nur noch um Schadensbegrenzung. Da war die Moral nach den frühen Gegentoren zeitig gebrochen. „Wir mussten aufpassen, dass wir nicht völlig untergehen“, sagt Balaika. „Und wir haben dann ja auch defensiv recht gut gestanden.“ Ein Problem in Sprockhövels Defensive ist die hohe Zahl an Verletzten. Aber es ist Besserung in Sicht. Von den drei lädierten Innenverteidigern sind zwei auf dem Weg zurück in den Kader.

Budde muss sich noch gedulden

Jan-Niklas Budde muss sich wegen seines Wadenbeinbruchs natürlich noch gedulden, doch Patrick Polk und Raoul Meister trainierten zuletzt wieder mit der Mannschaft. Ein Einsatz von Beginn an ist sicherlich noch kein Thema, doch vielleicht reicht es ja für einen Platz auf der Bank. „Sie werden natürlich noch ein bisschen brauchen, bis sie wieder voll da sind“, sagt Andrius Balaika, der, wie auch der gesamte TSG-Anhang, vor allem eine Rückkehr des Kapitäns herbei sehnt. Wann es aber so weit ist, darüber entscheidet dann auch Raoul Meister selbst. Denn der 28-Jährige ist ja bekanntlich nicht nur Abwehrchef und Kapitän der jungen Mannschaft, er ist auch der Co-Trainer des Regionalliga-Teams.

Heiner Wilms

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