Am ersten Spieltag der Oberliga Westfalen stellt sich der 1. FC Kaan-Marienborn im Baumhof vor.

Nachdem die TSG Sprockhövel im Westfalenpokal bereits in der ersten Runde die Segel gestrichen hat, steht nun die nächste Pflichtaufgabe an: der Start der Oberliga. Dort kommt am Sonntag (15 Uhr) mit dem 1. FC Kaan-Marienborn zu Beginn ein vermeintlich harter Brocken.

Der Gegner spielte in der vergangenen Saison noch in der Regionalliga und stieg als viertletzte Mannschaft ab, entging nur um ein Haar dem Klassenerhalt mit am Ende 39 Punkten. Die Mannschaft hat sich allerdings stark verändert und auch einen neuen Trainer. Thorsten Nehrbauer hat sich nach fünfeinhalb Jahren zum Regionalligisten Bonner SC verabschiedet, sein bisheriger Co-Trainer Tobias Wurm rückte dafür auf. Der 37-Jährige hat früher selbst bei Kaan-Marienborn gespielt und kennt Oberliga-Niveau. Er ist ambitioniert und möchte mit dem Verein weiter erfolgreich sein.

Balaika kennt die Ziele des Absteigers nicht

Wie Wurm Fußball spielen lässt, wissen die Verantwortlichen bei der TSG Sprockhövel nicht. „Ich kenne die Ziele des Vereins auch nicht, wir lassen es auf uns zukommen“, sagt Sprockhövels Trainer Andrius Balaika. Ihm ist es wichtig, dass seine Mannschaft bei Heimspielen das auf den Platz bringt, was sie einstudiert hat. „Wir müssen in der Liga auf jeden Fall ein anderes Gesicht als im Pokal vergangene Woche zeigen, mehr Laufbereitschaft und Einstellung“, fordert Balaika, dem die Pleite beim SC Neheim nicht gefiel.

Der Dämpfer kam für uns zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben in der Trainingswoche die Fehler angesprochen. Es ist natürlich schade, dass wir so früh ausgeschieden sind“, sagt Balaika. Der Ligagegner Kaan-Marienborn ist übrigens ebenfalls rausgeflogen, zuhause gegen einen weiteren Liga-Konkurrenten und einer 0:2-Niederlage gegen den TuS Ennepetal.

Erst nach wenigen Spieltagen gibt es Erkenntnisse

„Es wird ein schweres Spiel. Beide Mannschaften wissen noch nicht, wo sie stehen. Kaan-Marienborn wird selbstbewusst auftreten, ich habe aber nur wenige Infos. Wir müssen also im Spiel schauen, was funktioniert und was nicht und darauf reagieren“, gibt Balaika als Richtung vor. Er weiß, dass kaum ein Gegner in der Vorbereitung seine Taktik offenlegen möchte. „Sie verraten nicht, wie sie spielen. Erst nach drei, vier Spieltagen kann man möglicherweise ableiten, wie die Mannschaften drauf sind“, schätzt der Trainer.

Das Ziel ist es, möglichst gut in die Saison zu starten. Hoffnung machen Balaika die Auftritte seiner Elf in den ersten Wochen der Vorbereitung. „Zu der Zeit hatte ich noch den Kader zusammen, bevor sich einige Spieler verletzt haben. Die Abläufe stimmten in unserem Spiel, aber danach haben wir den Faden verloren“, gibt Balaika zu. Verletzt waren zuletzt noch die Innenverteidiger Ali Merhi und Johannes Sabah, stiegen aber wieder ins Training ein. „Sie sind noch nicht zu 100 Prozent fit. Wir werden kurzfristig entscheiden, wie wir das Problem in der Abwehr lösen.

Felix Casalino ist beruflich verhindert

Im Angriff ist der gesetzte Felix Casalino beruflich verhindert. Zuletzt lief Alperen Sahin für ihn auf und hinterließ keinen schlechten Eindruck. Außerdem ist fraglich, ob Luca Hauswerth einsetzbar ist, der sich in der vergangenen Woche den Daumen ausgerenkt hatte. „Es ist nichts gebrochen, aber er trägt eine Schiene und muss schauen, ob er dadurch in der Bewegung eingeschränkt ist“, erklärt Balaika.

Hendrik Steimann

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