Sonntag ist die Balaika-Elf im Siegerland zu Gast und hofft auf guten Rückrundenstart.

Im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres möchte Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel am morgigen Sonntag (14.30 Uhr, Breitenbachtal, 57074 Siegen) bei Kaan-Marienborn noch einmal alles geben und einen gelungenen Start in die Rückrunde feiern.

Trotz aller personellen Widrigkeiten in den vergangenen Wochen und der 1:4-Niederlage in Rhynern, schaut TSG-Trainer Andrius Balaika zuversichtlich auf die Partie. „Wir haben gegen Ennepetal gezeigt, dass wir uns auch nach negativen Erlebnissen nicht unterkriegen lassen. So soll es auch am Sonntag sein“, sagt der 41-jährige Trainer, der kein Trübsal blasen möchte.

Allerdings verzichtet der ehemalige litauische Nationalspieler auch darauf, den 4:2-Hinspiel-Sieg als Messlatte im Kräftevergleich der beiden Teams zu sehen. „Das ist über ein halbes Jahr her. Bekanntlich ist es so, dass die Mannschaften in dieser Zeit ihre Spielweise und Systeme schon mal ändern können. Nur auf das Hinspiel zu schauen, wäre fatal und würde uns nicht weiterbringen“, sagt der TSG Coach und mahnt sein Team zur Konzentration an.

Natürlich ist die Heimbilanz der Kaan-Marienborner (die sich „Käner“ nennen) mit elf Punkten aus neun Spielen nicht unbedingt angsteinflößend. Im Umkehrschluss ist es aber auch nicht so, dass die Sprockhöveler (nur drei Remis in der Fremde) Schrecken verbreiten, wenn sie bei ihren Gastgebern anreisen. „Es wird ein intensives Spiel sein“, sagt Balaika voraus.

„Natürlich ist es gut, wenn man mit einem guten Gefühl in die Pause geht. Aber, egal, wie das Spiel auch ausgeht, das wird nichts daran ändern, dass in der Rückrundenvorbereitung sehr viel Arbeit auf uns wartet“, sagt der Übungsleiter.

Mit einem Sieg und den dazugehörigen drei Punkten könnte die TSG (18 Punkte) Kaan-Marienborn (20) in der Tabelle überholen. Das würde die weitere Arbeit nicht mindern. Ein gutes Gefühl wäre es für das Team aber dennoch.

Von Erdinc Özcan-Schulz

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