Riesige Überraschung in der Glückaufhalle. Für den großen Turnierfavoriten TSG Sprockhövel kam beim WAZ-Pokal bereits in der Vorrunde das Aus.

Die TSG startete zwar mit zwei Siegen, verlor dann aber gegen den VfB Schwelm und den SV Bommern.

Im ersten Spiel läuft noch alles nach Plan

Ein ungewöhnliches Ende des ersten Turniertages also, dabei hatte am Mittwochabend alles ganz normal angefangen. In der Glückaufhalle war gerade erst die zweite Spielminute angebrochen, da zappelte der Ball auch schon zum ersten Mal im Netz. Tim Dudda hatte Ausrichter TSG Sprockhövel im Auftaktspiel gegen die SG Hill mit 1:0 in Führung gebracht. Danach ging es zunächst munter weiter, am Ende hatte die TSG das Spiel mit 7:0 gewonnen, was aber auch nicht weiter verwunderlich war, denn immerhin spielte ein Regionalligist gegen einen C-Kreisligisten. Die SG Hill hat sich in dieser Partie also noch halbwegs gut verkauft.

Drei Jugendspieler im TSG-Aufgebot

Wobei das mit dem Regionalligisten natürlich auch so eine Sache ist: Denn die Sprockhöveler traten in der Halle mit einer bunten Mischung aus erster Senioren-Mannschaft und A-Jugend an. Aus dem Nachwuchs-Team waren Raffaele Federico, Aziz Budak und Felix Cassalino dabei. Und Sprockhövels A-Jugend-Trainer Patrick Rohde, der ebenfalls in der Halle war, dürfte es anfangs noch gefreut haben, dass alle drei Nachwuchskräfte beim 7:0 gegen Hill zu den Torschützen gehörten. Es sah also zunächst so aus, als sollte die TSG zeitig die Weichen stellen für die Endrunde, die in der Glückaufhalle am Freitag ausgetragen wird.

Schon gegen Linderhausen tut sich die TSG schwer

Allerdings war beim zweiten Auftritt des großen Turnierfavoriten von Zauberfußball schon nicht mehr allzu viel zu sehen. Im Spiel gegen den A-Kreisligisten SpVg Linderhausen brachte Raffaele Federico die TSG zwar in Führung, doch danach tat sich das Team des Ausrichters unerwartet schwer. Linderhausen war dem Ausgleich nahe, brachte die Kugel aber nicht an Sprockhövels Torwart Robin Benz vorbei. Aber als Felix Cassalino dann das 2:0 erzielte, war die Partie entschieden. Sprockhövel hätte auch noch höher gewinnen können. Es sah also nach einem normalen Turnierverlauf aus.

Erstmals vorzeitig ausgeschieden

Doch dass die TSG zwischenzeitlich geschwächelt hatte, war kein Zufall, wie sich später zeigen sollte. Denn so souverän, wie in den meisten Jahren zuvor, trat der Ausrichter nicht auf, und im Spiel gegen den VfB Schwelm hat es den Regionalligisten dann auch zum ersten Mal erwischt. Die TSG ging zwar durch das Tor von Hatim Bentaleb in Führung, nahm dann aber das Tempo aus der Partie. Schwelm war deutlich aggressiver und ging mit 2:1 in Führung. Raffaele Federico erzielte zwar noch einmal den Ausgleich, doch nach dem 3:2 von Dominik Eilhoff war die erste Überraschung perfekt.

SV Bommern und Schwelm in der Endrunde

Aber der so entstandene Schaden hätte ja noch repariert werden können. Nämlich durch einen Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den SV Bommern. Doch daraus wurde nichts. Ganz im Gegenteil. Die TSG Sprockhövel bezog im Spiel gegen den Bezirksligisten ihre bitterste Niederlage in der Geschichte des Turniers um den WAZ-Pokal. 0:5 hieß es am Ende des Spiels gegen den SV Bommern, der den großen Turnierfavoriten damit entzaubert und vorzeitig aus dem Wettbewerb gekegelt hatte.

Platz eins in der Gruppe A ging schließlich an den SV Bommern. Ebenfalls die Endrunde erreicht hat der VfB Schwelm.

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