Nach einer 2:0-Führung gerät die TSG Sprockhövel im Spiel gegen Siegen mit 2:3 in Rückstand. In der Schlussminute fällt der Ausgleich.

Was war das denn? 3:3 trennten sich TSG Sprockhövel und Sportfreunde Siegen nach einem dramatischen Spiel in der GFT-Arena. Die TSG sah beim Zwischenstand von 2:0 schon wieder der sichere Sieger aus, geriet dann aber mit 2:3 in Rückstand, ehe Hasan Ülker in der Schlussminute wenigsten noch den einen Punkt rettete.

Sprockhövels Sportlicher Leiter Patrick Rohde wusste nach diesem Spiel nicht so richtig, was er von diesem Ergebnis und diesem Spiel halten sollte. „Letztlich hat die Mannschaft Charakter gezeigt“, sagte er dann. „Stark, dass sie nach dem 2:3 noch einmal zurückgekommen ist, aber wir hätten gar nicht mehr in diese Situation kommen dürfen. Wir hatten die Chancen, um hier heute zeitig alles klarzumachen“, so Rohde, der dann noch anfügte: „Und wie sich hier heute einige Siegener Fans aufgeführt haben, das geht gar nicht.“

Yannick Femia muss ganz kurzfristig passen

Viel Aufregung also nach einer ungewöhnlichen Partie, in der lange alles für die Gastgeber sprach. Bei der TSG war Felix Casalino wieder in die Startelf gerückt. So wurde Hasan Ülker, der zuletzt in Schermbeck noch in der Spitze gespielt hatte, wieder für die Außenbahn frei. Da fühlt er sich wohler, und da setzte er auch recht schnell Akzente.

Kapitän Tim Oberdorf rückt auf die linke Seite

Die erste Großchance hatten aber die Gäste. Nach einer Unsicherheit von TSG-Torwart Bruno Staudt war Tim Oberdorf zur Stelle und klärte per Kopf zur Ecke. Sprockhövels Kapitän spielte diesmal übrigens auf der linken Abwehrseite, weil Yannick Femia beim Aufwärmen signalisiert hatte, dass ein Einsatz nicht in Frage komme. Den rechten Part in der Abwehrkette übernahm diesmal Noah Karthaus.

Nach der ersten Siegener Möglichkeit machte sich auch die TSG in der Offensive bemerkbar. In der 16. Minute gab es eine Doppelchance für Hasan Ülker, der aber zunächst an Siegens Torwart Christoph Thies scheiterte und kurz darauf aus spitzem Winkel verzog. Ein paar Minuten später dann noch einmal Hasan Ülker, der nach einem Missverständnis zwischen Thies und Lennart Dreisbach beherzt dazwischen ging – doch der Ball trudelte knapp am linken Pfosten vorbei.

Patrick Dytko trifft per Freistoß zum 1:0 für die TSG

Ülker hatte also viele gute Aktionen, doch das 1:0 erzielte Patrick Dytko, der in der 38. Minute per Freistoß den Ball ins kurze Eck zirkelte. Dytko hatte kurz vor dem Wechsel noch eine gute Szene, als er den Ball auf Tim Krafft spielte. Doch dessen Kopfball aus ganz kurzer Distanz parierte Thies.

„Mir wäre lieber, wenn wir deutlicher führen würden“, sagte zur Pause Patrick Rohde, der vielleicht geahnt hatte, was noch kommen würde. Sprockhövel ging zunächst noch nach einem tollen Kopfballtreffer von Noah Karthaus mit 2:0 in Führung.

Eine Stunde lang spricht alles für Sprockhövel

Es sah zwischenzeitlich also gut aus, ehe es im Baumhof hektisch wurde. Die TSG verpasste die Möglichkeit, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Und dann kam Siegen nach einem Freistoß zum Anschlusstreffer, nach einer Einzelleistung zum Ausgleich und per Elfmeter zur Führung. „Den Freistoß hätte der Schiedsrichter nicht pfeifen dürfen, den Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht“, fasste Rohde die turbulenten Szenen gegen Ende des Spiels zusammen.

Aber damit war der Schlusspunkt ja noch nicht gesetzt. Für den sorgte erst Hasan Ülker mit seinem ganz späten Tor zum 3:3.

TSG Sprockhövel – SF Siegen 3:3

Tore: 1:0 Patrick Dytko (38.), 2:0 Noah Karthaus (56.), 2:1 Fuad Dodic (63.). 2:2 Okay Yildirim (80.), 2:3Satoshi Horie (FE, 86.), 3:3 Hasan Ülker (80.).

TSG Sprockhövel: Staudt, Karthaus, Budde, Bulut, Oberdorf, Sindermann, Krafft, Hauswerth (53.Krampe), Dytko, Ülker, Casalino (81. Cosgun)

SF Siegen: Thies, Endo, Dreisbach, Horie, Dodic, Brusch (60. Busik), Filipzik, Becker, Wüst (71. Yildirim), Kaminski, Valido (84. Suzuki).

https://www.waz.de/sport/lokalsport/hattingen-sprockhoevel/hasan-uelker-rettet-wenigstens-das-remis-fuer-sprockhoevel-id215977903.html

Heiner Wilms