Spielbericht: 1. FC Kaan-Marienborn – TSG Sprockhövel 3:1 (2:0)

TSG verliert gegen Kaan-Marienborn, aber Casalino trifft. Der junge Stürmer erzielt nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung ein Tor, aber die TSG Sprockhövel unterliegt Kaan-Marienborn mit 1:3.

Schade, da war mehr drin. Die TSG Sprockhövel hat das Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn mit 1:3 verloren.

Klar, die Sprockhöveler sind als Außenseiter in dieses Spiel gegangen. Das war natürlich in erster Linie der Tabellensituation geschuldet, denn bei Kaan-Marienborn handelt es sich immerhin um den Tabellenzweiten und damit um eine Mannschaft, die sich Chancen auf den Regionalliga-Aufstieg ausrechnet, während es für die Sprockhöveler im Prinzip nur noch darum geht, die Saison zu einem vernünftigen Ende zu bringen.

TSG Sprockhövel bisher mit guter Bilanz

Angesichts dieser Tatsachen war Kaan-Marienborn natürlich der klare Favorit, allerdings hatte die TSG in den direkten Vergleichen meist das bessere Ende für sich. Im September 2010 feierten die Siegener im Sprockhöveler Baumhof zwar einen 3:1-Erfolg, doch danach folgten zwei Unentschieden und zwei Sprockhöveler Siege.

TSG-Trainer Andrius Balaika musste seine Mannschaft in Siegen im Vergleich zur Vorwoche ein bisschen umstellen. Für Innenverteidiger Jan-Niklas Budde und Flügelspieler Patrick Dytko rückten Mardochee Tchakoumi und Xhino Kadiu in die Mannschaft. Im Kader, aber nicht gleich in der Startelf, war auch Top-Talent Felix Casalino, der dann aber direkt nach seiner Einwechslung aufhorchen ließ.

Dawid Krieger bringt die Gastgeber in Führung

Nach 17 Minuten gingen die Gastgeber in Führung. Nach einer Ecke von der rechten Seite verlängerte Toni Gänge den Ball auf Dawid Krieger – und der vollendete per Kopf zum 1:0 für Kaan-Marienborn. Kurz darauf dann wieder eine Chance für Krieger. Nach einem langen Einwurf köpfte er aufs Tor – doch es blieb zunächst beim 1:0.

Und die TSG Sprockhövel? Die Gäste brauchten ein bisschen, um sich in Szene zu setzen. Einen ersten Versuch startete Elsamed Ramaj nach Zuspiel von Xhino Kadiu, doch Florian Hammel im Tor der Gastgeber wurde dadurch nicht wirklich vor Probleme gestellt. Auch nicht zehn Minuten später, als TSG-Stürmer Max Claus nach einer Ecke seinen Kopfball etwas zu hoch ansetzte.

Entscheidung erst in der Nachspielzeit

Es war ein verteiltes Spiel, doch die Gastgeber waren deutlich effektiver. „Die kommen in der ersten Halbzeit zweimal vor unser Tor und treffen zweimal“, sagte Sprockhövels Geschäftsführer Thomas Stemmann mit Blick auf das 2:0, das Burak Bencal in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs erzielte.

Doch Sprockhövel hatte ja noch einen Joker im Gepäck. Und der heißt Felix Casalino und wurde in der 58. Minute für Tim Dudda eingewechselt. Der junge Mann war gerade einmal sechs Minuten auf dem Platz, da hatte er auch schon sein erstes Oberliga-Tor erzielt. Nur noch 1:2 also, die TSG war wieder dran.

Doch letztlich reichte es dann doch nicht. Trainer Andrius Balaika brachte zwar in der Schlussphase mit Vaslint Postolli noch einmal einen kopfballstarken Spieler, um den Ausgleich zu erzwingen, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. In der Nachspielzeit traf Enrico Balijaj zum 3:1 für Kaan-Marienborn.

Tore: 1:0 Dawid Krieger (17.), 2:0 Burak Gencal (45. +1), 2:1 Felix Casalino (64.), 3:1 Enrico Balijaj (90.+2)

Kaan-Marienborn: Hammel, Gänge, Brato, Gencal (82. Radschuweit), Tomas, Schilamow (76.Balijaj), Krieger (90. Jörgens), Yigit, Waldrich, Jung, Arslan.

Sprockhövel: Michels, Oberdorf, Cömez, Tchakoumi, Gremme, Wasilewski, Dudda (64. Casalino), Kadiu, Ramaj (78. Terzicik), Buceto (84. Postolli), Claus.

Schiedsrichter: Tim Zahnhausen (Herne).

Heiner Wilms

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