Leichter, als gedacht: Im Heimspiel gegen den bisherigen Tabellendritten FC BW Voerde II gewinnt die TSG Sprockhövel klar und verdient mit 3:1 und fährt so endlich wieder einmal drei Punkte ein.

Nach der Niederlage im letzten Spiel gegen den FC Herdecke-Ende (9er) hatten die TSG-Damen die kleine Spielpause über Totensonntag genutzt, um sich zu regenerieren und auf die heutige Partie vorzubereiten. Offenbar mit Erfolg, denn schon zu Beginn zeigte sich die klare Überlegenheit der Gastgeberinnen. Mit viel Einsatz ließen die Sprockhövelerinnen dem FC kaum Platz, leisteten sich aber immer wieder Ungenauigkeiten im Passspiel, was unnötige Ballverluste zur Folge hatte. Bis zum Strafraum sah das Spiel der TSG gut aus, doch sobald die Offensive in Strafraumnähe kam, vergaß sie offenbar alles, was sie eigentlich konnte und blieb so erstaunlich ungefährlich.

Trotz kleiner Abstimmungs- und Zuordnungsfehler stand die Sprockhöveler Defensive gut und ließ kaum Möglichkeiten der Gegner zu. Ihre Ballverluste machte die TSG sofort wieder gut und zeigte insgesamt eine gute Mannschaftsleistung, münzte diese jedoch nicht in Zählbares um.

So war auch in der Halbzeitpause einzig der Torabschluss zu bemängeln. Um die Offensive zu beleben, nahmen die Trainerinnen Inga Klockmann und Maren Ullerich drei Wechsel vor. Diese machten sich sofort nach dem Seitenwechsel bemerkbar und so erzielte Ailene Richter in der 55. Spielminute das hochverdiente 1:0 für die Gastgeberinnen, nachdem die gegnerische Torhüterin zwei Mal gerettet hatte.

Auch danach machte die TSG stark weiter und drängte den FC noch weiter in die eigene Hälfte zurück als schon im ersten Durchgang. Mit Erfolg: Nachdem Karen Grote zuvor noch eine Großchance vergeben hatte, machte sie gute zehn Minuten später alles richtig und erhöhte auf 2:0 (67.).

Im direkten Gegenzug verkürzte die gegnerische Stürmerin zwar auf 1:2 (68.), doch das große Aufbäumen der Gäste blieb aus. War die TSG in der ersten Halbzeit noch unsicher, verteidigte sie nun die Führung souverän, traute sich deutlich mehr zu und erzielte durch Sabine Wittenbrink in der 78. Spielminute auch noch das dritte Tor, das gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Die Erleichterung nach diesem Sieg war deutlich spürbar. Tabellarisch kann sich die TSG durch diesen Sieg zwar nicht verbessern, doch für die Motivation sind die drei Punkte ganz wichtig. Schon am kommenden Freitag steht für die Sprockhövelerinnen das nächste Spiel gegen die TSG Fußb. Herdecke an. Anstoß ist um 20 Uhr im Baumhof.

Aufstellung: Andrea Pluta, Vanessa Neise, Stephanie Filipczyk, Katharina Schneider, Nicola Streicher, Angelina Streicher, Kathrin Powala (46. Sofie Wenz), Mareike Seebold (46. Karen Grote), Ailene Richter, Vanessa Kazmirzak, Carolin Terhorst (46. Sabine Wittenbrink)

Tore: 1:0 Ailene Richter (55.), 2:0 Karen Grote (67.), 2:1 (68.), 3:1 Sabine Wittenbrink (78.)

Carolin Terhorst