Die TSG Sprockhövel will am Samstag den letzten Tabellenplatz verlassen. Dafür braucht es aber einen Sieg gegen Rot-Weiss Ahlen.

Kellerduell in Niedersprockhövel: Mit dem Heimspiel gegen Rot-Weiss Ahlen setzt Fußball-Regionalligist TSG Sprockhövel am Samstag um 14 Uhr das Meisterschaftsprogramm fort.

Damit erwartet das Schlusslicht den Drittletzten, der zwei Punkte vor der TSG liegt. Getrennt sind beide Mannschaften durch die Sportfreunde Siegen, die einen Zähler mehr auf dem Konto haben als die TSG und die am Dienstag eine empfindliche 0:4-Niederlage auf dem Aachener Tivoli hinnehmen mussten.

Die Mannschaften auf den letzten drei Tabellenplätzen sind von den Punkten her also nicht weit vonein­ander entfernt. Sprockhövel wird also bemüht sein, am Samstag an Ahlen vorbeizukommen.

An das Hinspiel wird sich der TSG-Anhang wahrscheinlich nicht allzu gerne erinnern. Denn nachdem die Stimmung nach dem 0:0 gegen Rödinghausen im ersten Regionalliga-Spiel der Vereinsgeschichte noch ausgezeichnet war, gab es beim zweiten Auftritt in der vierthöchsten deutschen Spielklasse einen empfindlichen Dämpfer.

Empfindliche 0:5-Niederlage im Hinspiel

Sprockhövel verlor ihn Ahlen mit 0:5 und verabschiedete sich nach dieser Partie von der zuvor bevorzugten Spielweise mit dem extremen Pressing. In Ahlen gab es nach einem mutigen Auftritt zwar auch Lob, doch danach wurde bei der TSG umgedacht, wobei Trainer Andrius Balaika in diesem Spiel auch positive Ansätze gesehen hatte. „Wir hätten 1:0 in Führung gehen können“, sagt Balaika. „Wenn wir das geschafft hätten, wäre es ein anderes Spiel geworden. Aber wir haben uns danach auch katastrophale Fehler geleistet, so dass wir dann mit einfachsten Mittel ausgekontert wurden.

In Ahlen wurde nach dem Spiel ausgelassen gefeiert, denn die Rot-Weißen hatten nach dem 4:0-Auftakterfolg gegen Rot-Weiß Oberhausen ihren zweiten hohen Sieg geschafft und standen an der Tabellenspitze. Damals wusste aber noch niemand, dass es danach mit dem Feiern erst einmal vorbei sein sollte.

Ahlen verliert unglücklich gegen Oberhausen

Denn der Sieg gegen die TSG war für Ahlen der letzte für lange, lange Zeit. Danach gab es eine geradezu unglaubliche Niederlagenserie und den damit verbundenen Absturz in den Tabellenkeller. Auch einen Trainer wechsel hat es in Ahlen gegeben. Mircea Onisemieuc ist schon lange nicht mehr Coach der Rot-Weißen, der verantwortliche Mann auf der Bank heißt jetzt Erhan Albayrak, der sich am vergangenen Wochenende eine unglückliche 1:2-Niederlage im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen ansehen musste. Unglücklich deshalb, weil Ahlen durch ein Tor von Ex-TSG-Spieler Emre Yesilova zwar in der 73. Minute in Führung ging, dann aber zwei späte Gegentore in der 83. und 92. Minute hinnehmen musste.

Emre Demir und Philipp Dünnwald fallen aus

„Auch in der Mannschaft von Ahlen steckt viel Qualität“, sagt Andrius Balaika, der in der Vergangenheit aber auch schon einmal angedeutet hatte, dass er seine Mannschaft nicht schlechter als Ahlen einschätzt. „Das muss jetzt aber erst bewiesen werden“, sagt Balaika. „Aber natürlich wollen wir Ahlen in einem Heimspiel schlagen.“

In personeller Hinsicht wird sich bei der TSG Sprockhövel gegenüber dem Spiel gegen Rödinghausen nicht viel ändern. Emre Demir fällt weiterhin aus. Das gilt aktuell auch für Philipp Dünnwald, der im Training mit Alpay Cin zusammenrasselte.

Heiner Wilms

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