Spielbericht: TSG Sprockhövel – Rot-Weiss Ahlen 3:1 (1:1)

3:1 nach 0:1 – TSG Sprockhövel dreht das Spiel gegen Ahlen.

Aus einem 0:1 Rückstand machen die Sprockhöveler im Spiel gegen Rot-Weiss Ahlen einen 3:1-Sieg. Starke Leistung in der zweiten Halbzeit.

Die Sprockhöveler waren natürlich bemüht, Rot-Weiss Ahlen hinter sich zu halten. Beide Mannschaften waren vor dem Spiel zwar punktgleich, doch die TSG stand wegen des besseren Torverhältnisses noch zwei Plätze vor den Rot-Weißen, die in dieser Saison bisher sicherlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind – vor allem natürlich hinter den eigenen.

Rot-Weiss Ahlen mit den ersten Chancen

Doch Ahlen fand in der German-Flavours-Travel-Arena recht gut ins Spiel. Während bei den Sprockhöveler, die mit Xhino Kadiu in vorderster Spitze antraten, zunächst nur wenige Offensivaktionen zustande kamen, wirkte Ahlen recht entschlossen. Zunächst klärte aber noch Enes Cömez gegen den einschussbereiten Rouven Meschede, doch nach 15 Minuten schlugen die Gäste zu. Cihan Yilmaz war an der linken Strafraumkante freigespielt worden. Yilmaz machte dann noch ein paar Schritte nach innen und schlenzte den Ball mit viel Gefühl ins Tor. TSG-Torwart Sven Möllerke konnte gegen diesen Kunstschuss nichts ausrichten.

Elsamed Ramaj wird im Strafraum gefoult

Diese Aktion weckte offensichtlich auch die Sprockhöveler, die mit ihrem ersten schnellen Vorstoß gleich gefährlich wurden. Da drang Elsamed Ramaj in den Ahlener Strafraum ein und wurde so unsanft von den Beinen geholt, dass Schiedsrichter Björn Sauer nicht lange überlegen musste und auf Elfmeter für die TSG entschied. Ein Fall für Adrian Wasilewski – 1:1 also.

Kadiu und Claus treffen in der Schlussphase

Dieses Zwischenergebnis war zur Pause sicherlich auch korrekt, weil beide Mannschaften halbwegs gleichwertig waren. Davon konnte nach dem Wechsel aber nicht mehr die Rede sein. Ahlen hatte zwar wieder die erste Chance durch Rouven Meschede, doch danach dominierte die TSG. Die Sprockhöveler waren auch in läuferischer Hinsicht die klar bessere Mannschaft, die aber auf ihren Führungstreffer noch etwas warten musste. Für den sorgte aber in der 77. Minute Xhino Kadiu, und in der Nachspielzeit erhöhte Max Claus sogar noch auf 3:1

Tore: 0:1 Cihan Yilmaz (10.), 1:1 Adrian Wasilewski (FE, 28.), 2:1 Xhino Kadiu (77.), 3:1 Max Claus (90.+2).

TSG: Möllerke, Oberdorf, Cömez (59. Claus), Budde, Gremme, Budak, Wasilewski, Demir, Ramaj, Buceto (69. Dytko), Kadiu.

Ahlen: Alisic, Lindner, Özkara, Grodowsk 83. Mustapha), Ivancicevic 61. Temur), Yilmaz, Abdallah, Peschmann, Meschede, Zengin (61. Karaca), Nieddu.

Heiner Wilms

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Albayrak rechnet nach 1:3 bei TSG mit seinem Team ab

Dabei waren es die Schützlinge von RW-Trainer Erhan Albayrak, die überzeugender in die Partie starten konnten: Bilal Abdallah schießt seine Mannschaft schon in der 16. Minute zur verdienten 1:0-Führung. „Bis dahin haben wir gut mitgespielt“, lobte Albayrak seine Mannschaft ergänzte aber auch: „Und kam dann gar nichts mehr.“

Und tatsächlich schalteten die Gäste aus Ahlen komplett auf Ergebnis-Verwaltung um und eröffneten der TSG dadurch offensive Räume, die diese jedoch in der ersten Phase noch nicht zu nutzen wusste, wie auch der Sprockhöveler Trainer Andrius Balaika bestätigte: „Wir haben zu Beginn nicht richtig in die Partie gefunden.“ Durch einen verwandelten Strafstoß von Adrian Wasielewski glichen die Hausherren dennoch aus (29.). Mit einem gerechten 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte zeigte die TSG dann, dass sie ihre bisherige Serie von drei Siege in vier Spielen noch weiter ausbauen will. Und das mit einer kämpferischen Leistung, die auch dem gegnerischen Trainer Albayrak Respekt abnötigte: „Ich dachte, dass die TSG zuhause schwächer und wir auswärts stärker sind. Aber da habe ich mich getäuscht.“ Die Hausherren agierten nun deutlich offensiver und standen in der Abwehr gut zusammen, so dass Schlussmann Sven Möllerke beinahe ohne Aufgaben blieb.

Zusätzlich brachte die Einwechslung der verletzten Maximilian Claus und Patrick Dytko Stabilität in das TSG-Spiel. „Beide sind unheimlich wichtig für unsere Mannschaft, das hat man heute auch wieder gemerkt“, freut sich Trainer Balaika. Dennoch dauerte es bis zur 77. Spielminute, bis sich die überlegenen Gastgeber belohnen konnten: Xhino Kadiu verwandelt nach Anspiel von Claus aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung.

Zu diesem Zeitpunkt waren die rot-weissen Gäste schon vollkommen aus dem Konzept gekommen, einzig Cihan Yilmaz versuchte noch seine Mannschaft im Spiel zu halten, wenn auch erfolglos. „Es kann nicht sein, dass nur Yilmaz nach vorne spielt und für alles verantwortlich ist. Da müssen auch mal andere Spieler kommen und Verantwortung übernehmen“, rechnete Albayrak mit seiner Mannschaft ab.

Die TSG krönte ihren vierten Sieg im fünften Spiel mit dem Treffer durch Rückkehrer Claus in Nachspielzeit (92.). „Jetzt müssen wir so weiterarbeiten“, fordert TSG-Coach Balaika. In Ahlen hingegen scheint noch so einiges aufgearbeitet werden zu müssen, skandierten doch die Fans nach dem Spiel: „Wir haben die Schnauze voll.“

Linda Sonnenberg

http://www.reviersport.de/363655—ol-w-albayrak-rechnet-1-3-bei-tsg-seinem-team-ab.html