Sprockhövel. TSG Sprockhövel – SV Rödinghausen 0:0

 

Die TSG Sprockhövel hat in der Fußball-Regionalliga bereits Spuren hinterlassen.

Der Aufsteiger erkämpfte im ersten Saisonspiel vor heimischer Kulisse gegen den SV Rödinghausen ein 0:0. Fast hätte aber Marvin Höner den 700 Zuschauern, von denen der überwiegende Teil mit der TSG fieberte, die blendende Stimmung noch verdorben. Denn in der Nachspielzeit kam Höner aus spitzem Winkel noch einmal zum Abschluss, doch TSG-Torwart Robin Benz parierte gedankenschnell. Unmittelbar danach beendete Schiedsrichter Andreas Steffens mit seinem Pfiff eine Partie, die den TSG-Fans gefallen haben dürfte.

Allerdings musste man sich in den ersten Minuten doch einige Sorgen um den Aufsteiger machen. Denn die Rödinghauser gingen das Spiel enorm forsch an. Die Ostwestfalen hatten sich für die Partie viel vorgenommen. Sie hatten eigens an zwei Tagen auf Kunstrasen trainiert, um sich auf das Geläuf im Baumhof einzustellen, und sie waren bereits am Freitag angereist und hatten in Bochum übernachtet.

Rödinghausen wollte das Auftaktspiel also unbedingt gewinnen und entwickelte sofort großen Druck. Für die Gäste gab es schon ganz früh gute Chancen. So köpfte in der vierten Minute Marcel Leenemann über das Tor, während Tobias Steffen kurz darauf am rechten Pfosten vorbei schoss. Diese Chance fiel dann schon in die Kategorie der hundertprozentigen Möglichkeiten, und sehr zum Verdruss von Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis ließ Steffen im weiteren Spielverlauf noch zwei weitere klare Chancen aus. Auch Marius Bülter hätte für die Gäste treffen können.

Es gab für die Sprockhöveler also schon einige kritische Situationen zu überstehen, doch die Mannschaft von Andrius Balaika fand dann doch recht schnell ins Spiel. Die Sprockhöveler wurden mutiger und starteten erste Angriffsversuche Den ersten Regionalliga-Treffer für die TSG hätte nach zehn Minuten Simon Bukowski erzieleneilen können, doch dessen Schuss strich knapp am linken Pfosten des Rödinghauser Tores vorbei.

Großchance für Simon Bukowski
Nach 18 Minuten dann Hektik auf der Sprockhöveler Bank. Denn Jan-Niklas Budde hatte sich verletzt. Damit steht bei der TSG nach Patrick Polk und Raoul Meister schon der dritte Innenverteidiger auf der Ausfallliste. Für Budde kam Tim Dudda, der aber den Platz von Finn Heiserholt im Mittelfeld einnahm. Heiserholt wiederum spielte dann an der Seite von Cedric Mwondo in der Abwehrzentrale. „Ja, in der Innenverteidigung wird es jetzt langsam kritisch“, sagte Tim Dudda nach dem Spiel. „Aber zum Glück ist ja bald Raoul Meister wieder da.“

Der Einsatz von Tim Dudda, der wegen einer Muskelverletzung in der Vorbereitung kürzer treten musste, kam also früher als geplant. „Ich bin dann ins kalte Wasser geworden worden“, sagte Dudda. „Aber ich denke schon, dass ich der Mannschaft noch helfen konnte. Und mit etwas Glück hätten wir ja auch gewinnen können.“

Damit meinte Dudda wohl auch die zweite Möglichkeit von Simon Bukowski, der in der 53. Minute an Rödinghausens Torwart Jan Schönwälder scheiterte. Diese Szene hatte auch Alfred Nijhuis noch im Gedächtnis, als er sagte: „Da hat uns unser Torwart gerettet. Aber auch wir hatten klare Chancen, letztlich ist das Ergebnis wohl gerecht.“

So kann man es formulieren. Ungewöhnlich war nur, dass die Partie torlos zu Ende ging. Denn ein typisches 0:0-Spiel war es keineswegs. Es hätte leicht auch 3:3 ausgehen können. Aber auch eine Nullnummer kann bisweilen glücklich machen – zum Beispiel den Angang der TSG Sprockhövel.

TSG: Benz, Budde, Oberdorf, Antwi-Adjej, Bukowski (69. Claus), Demir (71. März), Gremme, Cin, Heiserholt, Mvondo, Wasilewski.
SVR: Schönwalder, Schulz, Müller, Steffen, (53. Jakubiak), Buddecke, Hutten (60. Höner), Bülter, Kruschke (75. Schlottke), Leenemann, Kacinoglu, Holtby.

Heiner Wilms

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