Sprockhövel. Die TSG Sprockhövel steht vor einem richtungsweisenden Spiel. Am Samstag geht es zum Mit-Aufsteiger Sportfreunde Siegen.

Nur zwei Mannschaften haben in der Regionalliga West in dieser Saison bisher noch kein Spiel gewonnen. Bei diesen beide Mannschaften handelt es sich um die Aufsteiger aus der Oberliga Westfalen, nämlich um die TSG Sprockhövel und die Sportfreunde Siegen. Am Samstag treffen diese beiden Mannschaften um 14 Uhr im Siegener Leimbachstadion aufeinander.

Die Sportfreunde Siegen stiegen als Oberliga-Meister in die Regionalliga auf, die TSG folgte als Tabellendritter, weil Vizemeister Erkenschwick keine Lizenz für die vierthöchste deutsche Spielklasse beantragt hatte. Dass die TSG aber am Ende auf Platz drei landete, täuscht ein bisschen über den Saisonverlauf hinweg. Denn die junge Mannschaft von Trainer Andrius Balaika gab lange Zeit das Tempo vor. So auch im Heimspiel gegen Siegen im August 2015. Da gab es im Baumhof einen 4:0-Sieg, bei dem alle Tore in der zweiten Halbzeit fielen und bei dem die TSG nach dem Wechsel eine absolut überragende Leistung ablieferte. Das Rückspiel in Siegen wurde dann allerdings mit 1:2 verloren.

Waren Sprockhövel und Siegen in der vergangenen Saison also noch vom Erfolg verwöhnt, so mussten sie sich jetzt auch ans Verlieren gewöhnen, was natürlich nicht so schön ist. Und so hoffen beide Mannschaften jetzt auf den ersten Saisonsieg in einem Spiel, das schon richtungsweisend werden kann.

In Siegen treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt einstecken mussten. Siegen verlor vor Wochenfrist gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 1:7 und die TSG am vorletzten Spieltag mit 0:2 gegen die U23 von Schalke 04.

Der Kapitän meldet sich zurück

Das für das vergangene Wochenende eingeplante Spiel gegen die U 23 des 1. FC Köln wurde bekanntlich verlegt. Normalerweise gefällt so etwas einem Trainer nicht, weil durch ein spielfreies Wochenende auch ein bisschen der Rhythmus verloren geht. Doch für die Sprockhöveler hatte die Pause auch einen Vorteil. Denn die zuvor verletzten Spieler hatten so eine Woche mehr Zeit, sich wieder in Form zu bringen. Das betrifft die beiden Innenverteidiger Raoul Meister und Patrick Polk sowie Außenbahnspieler Christopher Antwi-Adjej. Ob alle drei aber in Siegen von Beginn an auflaufen werden, will TSG-Trainer Andrius Balaika noch nicht verraten. Mit einem Einsatz von Raoul Meister ist aber wohl zu rechnen. Käme Meister also ins Team, böten sich in taktischer Hinsicht einige Optionen. So würde beispielsweise Finn Heiserholt, der zuletzt in der Abwehrzentrale aushalf, wieder für das Mittelfeld frei.

Überhaupt gibt es in Sachen Taktik jetzt wieder mehrere Möglichkeiten. Zuletzt ließ Andrius Balaika ja noch mit einer Fünferkette sehr defensiv agieren, in der Oberliga war das TSG-Spiel dagegen meist von ganz extremem Pressing geprägt. „Ich weiß noch nicht, was wir gegen Siegen machen“, sagt Balaika. „Aber es stimmt schon, es gibt diesmal einige Varianten.“

Heiner Wilms

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