Eine Nullnummer in Sprockhövel. Das 0:0 dürfte weder der TSG noch Rot-Weiss Ahlen weitergeholfen haben.
 
Keine Tore im Kellerduell der Regionalliga. TSG Sprockhövel und Rot-Weiss Ahlen trennten sich nach einem schwachen Spiel 0:0.

Eine etwas ungewöhnliche Atmos­phäre war’s diesmal im sonst so beschaulichen Baumhof, der inzwischen ja German-Flavours-Travel-Arena heißt. Denn zum Spiel gegen Ahlen wurde ein größeres Aufgebot an Ordnern und Polizeibeamten abgestellt. Mehr als 60 Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Der Grund: Ein kleiner Teil von Ahlens Fans benimmt sich manchmal daneben. „Da sollte man lieber vorsichtig sein“, sagte TSG-Geschäftsführer André Meister.

Während des Spiels fiel Ahlens Anhang aber nicht weiter auf. Es war allerdings auch kaum mehr als eine Hand voll Fans mit nach Sprockhövel gekommen. Und die sahen dann ein Spiel, das anfangs auch nur wenig Grund für größere Aufgeregtheiten bot. Beide Mannschaften gingen die Partie recht verhalten an. Beide wollten zunächst einmal größeren Schaden verhindern. So dauerte es ein wenig, ehe es rund um die Strafräume einmal gefährlich wurde. Die erste Möglichkeit hatte Sprockhövel, doch den Flachschuss von Christopher Antwi-Adjej parierte Ahlens Torwart Azmir Alisic.

Auf der anderen Seite bot sich die erste Möglichkeit für den ehemaligen Sprockhöveler Emre Yesilova, der den Ball aber nicht an TSG-Torwart Robin Benz vorbeibrachte. Vorausgegangen war allerdings ein Abspielfehler von Sprockhövels Alpay Cin, der TSG-Trainer Andrius Balaika die Zornesröte ins Gesicht trieb. Kurz darauf dann noch eine Chance für die Gäste, allerdings war Robin Benz vor Aygün Yildirim am Ball. Trotz dieser Möglichkeiten – mehr vom Spiel hatten in der ersten Halbzeit aber die Sprockhöveler.

Nicht anders war es im zweiten Durchgang, der zunächst allerdings auch arm an Höhepunkten war. Den größeren Willen, diese Partie noch irgendwie zu gewinnen, hatte aber wohl die TSG, die nach langer Anlaufzeit dann doch wieder aktiver wurde. Und mit der Einwechslung von Nazzareno Ciccarelli kam dann auch mehr Leben in die Partie. Zunächst schlug Sprockhövels Außenspieler noch ein paar ordentlichen Flanken, doch in der 83. Minute war das Spiel für ihn schon wieder beendet, weil es sich eine Aktion leistete, für die ihn Schiedsrichter Alexander Ernst mit der zweiten Gelben Karte bestrafte.

Letztlich war es ein schwaches Spiel. „Eines, von dem zwei Stunden nach dem Abpfiff niemand mehr reden wird“, wie es Ahlens Trainer Erhan Albayrak formulierte. Zudem war es eines, in dem die TSG am Ende wegen des Platzverweises noch zittern musste. Aber auch eines, in dem es nach einem Foul an Alpay Cin in der 70. Minute eigentlich einen Elfmeter für die TSG geben musste.

TSG: Benz, Oberdorf, Meister, Budde, Gremme, Wasilewski, Dudda, Cin (74. Ciccarelli), Antwi-Adjej, März, Claus.

Ahlen: Alisic, Heermann, Yesilova (90.+1 Karaca), Yilmaz, Abdallah (52. Akyere), Meschede, Klauke, Kayaoglu, Waldoch, Yildirim (83.Travagli), Klingenburg.

Schiedsrichter: Alexander Ernst.

Zuschauer: 350.

Heiner Wilms

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